Fettabsaugung im Ausland - mit welchen Kosten Sie rechnen müssen

Die Fettabsaugung gehört zu den beliebtesten Eingriffen der Schönheitschirurgie. Da die Kosten in den meisten Fällen nicht von der Krankenkasse übernommen werden, weichen viele Interessierte ins Ausland aus, wo die Behandlung zum Teil deutlich günstiger ist.

Wir erklären, welche Kosten bei einer Fettabsaugung im Ausland auf Sie zukommen und was es zu beachten gilt.

Bei der Fettabsaugung an Körperregionen wie Hals und Kinn, Rücken, Bauch, Oberschenkel, Knie, Po, Unterarme oder auch Waden können unterschiedliche Absaugtechniken zum Einsatz kommen. Meist erfolgt dies in örtlicher Betäubung, bei der Behandlung mehrerer Körperregionen auch in Vollnarkose, wobei in der Regel immer ein Klinikaufenthalt von einer Nacht erforderlich ist.

Beliebte Zielländer innerhalb der EU sind vor allem süd- und osteuropäische Länder wie Polen, Tschechien, Spanien, Kroatien und Bulgarien. Außerhalb der EU werden häufig Serbien und die Türkei nachgefragt. Hier bieten viele Kliniken Informationen auch in deutscher Sprache an.

Was kostet eine Fettabsaugung?

Die Kosten variieren je nach zu behandelnder Körperregion und dem Land, in dem die Behandlung durchgeführt wird.

Während eine Fettabsaugung in Deutschland durchschnittlich zwischen 2.500 Euro und 7.000 Euro kostet, wirbt etwa eine tschechische Klinik damit, vergleichbare Behandlungen zwischen 775 Euro und 2.250 Euro vorzunehmen.

Je nach Anbieter werden die Preise als Festpreise oder Paketpreise angeboten oder erst nach einem ersten Behandlungsgespräch festgelegt. Achten Sie darauf, ob Sie auf der Website des Anbieters eine Preisliste oder andere transparente Informationen zu den Kosten finden.

Achtung Zusatzkosten: Achten Sie darauf, welche Kosten zusätzlich zu den reinen Behandlungskosten anfallen.

Auf diese Punkte sollten Sie bei der Wahl einer Schönheitsklinik achten

Zu unserer Checkliste

Wenn Sie die Fettabsaugung nicht in Anspruch nehmen

Gegebenenfalls ist vor der Behandlung eine Anzahlung zu leisten, die bei späterer Inanspruchnahme der Behandlung vom Gesamtpreis abgezogen wird.

Sollten Sie Ihre Meinung ändern und die Behandlung nicht antreten, wird Ihnen die Anzahlung unter Umständen nicht zurückerstattet.

Des Weiteren sollten Sie auch auf Storno- und Rücktrittsgebühren achten.

Reise- und Unterbringungskosten

Bei einer Behandlung im Ausland müssen Sie mit zusätzlichen Kosten für die An- und Abreise sowie für die Unterkunft rechnen.

Einige Kliniken oder Vermittler bieten dafür Reisepakete an. Diese können die Anreise, den Hotelaufenthalt und den Transfer vom Hotel zur Klinik beinhalten. Es ist darauf zu achten, ob es sich um eine Pauschalreise oder nur um vermittelte Einzelleistungen handelt. Dies ist wichtig, wenn Sie z. B. eine Flugverspätung reklamieren wollen (mehr dazu in unserem FAQ). 

Krankenkasse übernimmt Kosten nur in besonderen Fällen

Fettabsaugungen, die aufgrund einer gesicherten Diagnose eines Lipödems der Stufe III erforderlich sind, werden von der Krankenkasse übernommen.

Darüber hinaus ist bei medizinischer Indikation auch in anderen Fällen krankhafter Fettansammlungen eine Kostenübernahme durch die Krankenkasse denkbar.

Hierbei handelt es sich jedoch um eine Einzelfallentscheidung des Medizinischen Dienstes der jeweiligen Krankenkasse.

In den Fällen, in denen eine Kostenübernahme bewilligt wird, kann die Behandlung auch im EU-Ausland erfolgen. Der Anspruch auf Kostenübernahme ist dann auf den Betrag gedeckelt, der für eine Behandlung in Deutschland anfallen würde. Reise- und Aufenthaltskosten in ein anderes Land werden nicht übernommen.

Erforderliche Unterlagen: Ein Antrag auf Genehmigung des Behandlungsplans bei der Krankenkasse sollte die Diagnose des Arztes aus Deutschland sowie die bisherige Behandlungsgeschichte enthalten. Weitere Unterlagen können im Einzelfall angefordert werden.

Behandlungserfolg bleibt aus. Welche Rechte habe ich? 

Wenn das Ergebnis der Fettabsaugung im Ausland nicht wie versprochen eintritt, haben Sie unter Umständen Anspruch auf eine Nachbehandlung. Hier kommt es auf den Vertrag an.

Mehr dazu in unseren FAQ. 

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