Olympische Winterspiele 2026: Was gilt es zu wissen?
Mit Olympia halten Spannung und internationales Flair Einzug in den Norden Italiens. Sportler und Sportlerinnen kämpfen in "Milano Cortina" in 16 olympischen Disziplinen um insgesamt 116 Gold-Medaillen.
Wer live dabei sein möchte, sollte frühzeitig Planen – das spart Zeit und Nerven. Grund für das Europäische Verbraucherzentrum (EVZ) Deutschland schon vor dem Start die wichtigsten Infos zu Terminen, Austragungsorten und Tickets zusammenzustellen.
Diese Olympia-Ticket-Seite wird bis zum Beginn der Olympischen Winterspiele am 06. Februar 2026 regelmäßig um neue Informationen ergänzt. Zuletzt wurde sie am 06.02.2026 aktualisiert.

Wann finden die Olympischen Winterspiele 2026 statt?
Startschuss der knapp dreiwöchigen Veranstaltung ist am 6. Februar 2026. Erste Wettkämpfe, wie Teile der Vorrunde im Curling, finden bereits ab dem 4. Februar statt.
Traditionell folgen den Olympischen die Paralympischen Winterspiele, die vom 6. bis 15. März ausgetragen werden. Ein besonderes Highlight beider Großereignisse – und deshalb besonders gefragt – bilden erfahrungsgemäß die Eröffnungs- beziehungsweise Schlussfeiern.
Olympische Spiele
Eröffnungsfeier: 06.02.2026 im San Siro-Stadion, Mailand
Schlussfeier: 22.02.2026 in der Arena von Verona
Paralympische Spiele
Eröffnungsfeier: 06.03.2026 in der Arena von Verona
Schlussfeier: 15.03.2026 im Stadio Olimpico in Cortina d’Ampezzo

Die Austragungsorte der Spiele
Die Spiele 2026 sind auf mehrere Regionen Norditaliens verteilt. Zu den acht Austragungsorten zählen sowohl urbane Zentren wie Mailand als auch alpine Regionen wie Cortina d’Ampezzo. Diese geografische Streuung bringt logistische Herausforderungen mit sich, eröffnet Besuchern aber auch die Möglichkeit, unterschiedliche Gebiete und Landschaften des Gastgeberlandes kennenzulernen.
- Mailand: Eiskunstlauf, Eishockey, Short Track und Eisschnelllauf; Para Eishockey
- Cortina d’Ampezzo: Ski Alpin der Frauen, Bob, Rodeln, Skeleton und Curling; Para Ski Alpin, Para Snowboard und Rollstuhl Curling
- Bormio: Ski Alpin der Männer und Skibergsteigen
- Anterselva: Biathlon
- Livigno: Ski Freestyle und Snowboard
- Predazzo: Skispringen und Nordische Kombination (Sprungwettbewerbe)
- Tesero: Langlauf, Nordische Kombination (Langlauf) sowie Para-Biathlon und Para-Langlauf
- Verona: Die Abschlusszeremonie der Olympischen Spiele und die Eröffnungsfeier der Paralympischen Spiele finden hier statt.

Wie funktioniert der Ticketkauf?
Der Ticketverkauf erfolgt in mehreren Phasen. Besonders eifrige Fans konnten sich für Olympia-Tickets bereits bis zum 15. Januar 2025 für ein vorgeschaltetes Losverfahren mit Start im Februar dieses Jahres registrieren. Seit dem 8. April können die noch verfügbaren Tickets nach dem Prinzip „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst“ von jedermann erworben werden. Der offene, reguläre Verkauf für die Paralympischen Spiele begann im März 2025.
Eintrittskarten sollten ausschließlich über die offizielle Ticketseite gekauft werden. Diese ist auf Englisch sowie Italienisch verfügbar. Vom Erwerb über andere Plattformen rät das EVZ ab: Der Weiterverkauf über Drittanbieter ist nicht erlaubt, und die Veranstalter behalten sich vor, solche Tickets zu stornieren und den Zugang zu den Wettkampfstätten zu verweigern. Seit Dezember 2025 gibt es die Möglichkeit Tickets weiterzuverkaufen. Eintrittskarten dürfen ausschließlich über den offiziellen Wiederverkaufsweg weitergegeben werden: Über die offizielle Ticket-App können Inhaber gezielt auswählen, welche Tickets sie über die offizielle Plattform weiterverkaufen möchten. Dabei wird der ursprüngliche Preis (Nennwert) zugrunde gelegt – er kann weder nach oben noch nach unten verändert werden. Für den Verkauf entstehen Gebühren: Fünf Prozent des Ticketpreises werden dem Verkäufer abgezogen und der Käufer muss zehn Prozent mehr zahlen.
Was kosten die Tickets?
Die Ticketpreise hängen von der Sportart, der Wettkampfphase und der Sitzplatzkategorie ab. Laut Veranstalter starten die Tarife für die Olympischen Spiele bei 30 Euro, wobei mehr als die Hälfte der Tickets für unter 100 Euro erhältlich sind.
Einige Preisbeispiele:
Olympische Spiele
- Günstigste Tickets: 30 Euro (zum Beispiel für die Vorrunden im Eishockey);
- Teuerste Tickets: bis zu 1.400 Euro in der Top-Kategorie im Eishockey-Finale der Männer;
- Eröffnungsfeier: 260 bis 2.026 Euro;
- Schlussfeier: 950 bis 2.900 Euro.
Paralympische Spiele
- Eröffnungsfeier: 100 bis 650 Euro;
- Schlussfeier: 150 bis 350 Euro;
- Sporttickets: 15 bis 80 Euro;
- Für Kinder unter 14 Jahren: ab 10 Euro (15 Euro für beispielsweise das Para Eishockey Finale).
Personen mit einer Behinderung bezahlen bei beiden Veranstaltungen den vollen Preis. Lediglich die Begleitperson erhält einen Rabatt von 30 Prozent.
Kinder
• Kinder unter vier Jahren benötigen noch kein Ticket. (Laut Geschäftsbedinungen sollen die Kleinen die gesamte Veranstaltung im Arm oder auf dem Schoß eines Erwachsenen verbringen.)
• Kinderrabatte gibt es nur für die Paralympischen Spiele – und nur für Kinder unter 14 Jahren.
• Für die Olympischen Spiele gibt es Einheitspreise.
• Unter 14-Jährige müssen von einem Erwachsenen begleitet werden.
• Jugendliche zwischen 14 und 17 Jahren müssen sich auf Nachfrage ausweisen können.
Es gibt auch Hospitality-Pakete, also die Kombination mehrerer Angebote, in denen Tickets bereits enthalten sind.
Beim Kauf fallen zusätzliche Gebühren in Höhe von drei Prozent des Ticketpreises an. Diese Kosten werden im Falle einer Erstattung (beispielsweise, wenn eine Session ersatzlos abgesagt wird) nicht zurückgezahlt.
Hinweis zur Ticketpersonalisierung
Alle Tickets sind personalisiert. Das bedeutet, dass der Name des Ticketinhabers angegeben werden muss. Laut Veranstalter ist die Namensänderung aber problemlos ohne zusätzliche Kosten und ohne zeitliche Einschränkungen über die Ticket-App möglich.
Ticketlimit: Pro Konto können insgesamt bis zu 25 Tickets erworben werden. Pro Session liegt die Grenze bei zehn Eintrittskarten. Ebenso gibt es für besonders gefragte Sessions, darunter auch die Eröffnungs- sowie die Abschlussfeier, eine Deckelung von vier Tickets. Diese Begrenzungen gelten ebenfalls für die Paralympischen Spiele.
Fragen und Antworten zu den olympischen Winterspielen 2026
Tickets & Kauf
Nein, beim Erwerb von Tickets für eine Veranstaltung mit festem Termin haben Sie kein Widerrufsrecht.
Die Tickets sind personalisiert, also an den Ausweis denken. Seit Dezember kann der Name in der Ticket-App kostenlos geändert werden. Aber aufgepasst! Diese Möglichkeit ist für den Familien- oder Freundeskreis gedacht. Bei Betrugsverdacht oder illegalem Weiterverkauf kann die Übertragung abgelehnt werden. Deshalb sollten eventuelle Weiterverkäufe von Tickets NUR über den offiziellen Weg erfolgen.
Tickets wird es nur in elektronischer Form geben. Deshalb ist ein funktionsfähiges und ausreichend geladenes mobiles Endgerät wichtig. Die Eintrittskarten werden in der offiziellen Ticket-App in Form von QR-Tickets zur Verfügung gestellt. Dafür bitten die Veranstalter, dass sich Besucher mindestens einmal vor den Spielen in der App einloggen, um auch ohne Netz Zugang zu den Tickets zu haben. Screenshots oder Ausdrucke berechtigen nicht zum Zutritt.
Für eventuelle Probleme mit der Ticket-App und/oder dem digitalen Ticket soll es in der Nähe der Eingänge der Veranstaltungsorte Service-Stellen geben, an die sich Besucher wenden können.
Als Erinnerung können zusätzlich Souvenir-Tickets gekauft werden. Für den Einlass sind sie aber nicht nutzbar – sie werden erst nach dem Ende der Paralympischen Spiele an die angegebene Postadresse geschickt. Souvenir-Tickets können entweder direkt beim Ticketkauf oder nachträglich erworben werden, sofern bereits digitale Eintrittskarten vorliegen.
Die Kosten betragen 2,99 Euro pro Souvenir-Ticket (inklusive Mehrwertsteuer), zuzüglich Versandkosten.
Souvenir-Tickets müssen jeweils für alle Eintrittskarten einer Session gekauft werden; eine Teilmenge ist nicht möglich.
Ja, es gibt spezielle Plätze für Menschen mit Behinderungen. Zudem gibt es immer die Möglichkeit, ein Ticket für eine Begleitperson hinzuzufügen. Diese Plätze liegen dann nebeneinander. Achtung! Wird ein „normales“ Ticket hinzugefügt, kann der Platz räumlich getrennt sein.
Vor Ort kann ein Nachweis der Behinderung verlangt werden.
Ja, beim offiziellen Wiederverkauf von Olympia-Tickets fallen Gebühren an:
- Verkäufer erhalten für ein weiterverkauftes Ticket den Nennwert minus fünf Prozent.
- Käufer zahlen beim Erwerb eines Tickets zehnProzent mehr als der Nennwert beträgt.
Die Gebühren werden im Rahmen des offiziellen Wiederverkaufs automatisch berücksichtigt. Sie gelten ausschließlich für den Verkauf über den vorgesehenen offiziellen Wiederverkaufsweg. Die Preise werden automatisch festgelegt und können weder nach oben noch nach unten verändert werden.
Nein. Beim offiziellen Wiederverkauf gibt es keine Garantie, dass ein Ticket tatsächlich weiterverkauft wird.
Tickets, die außerhalb der offiziellen Verkaufs- und Wiederverkaufswege erworben wurden, können von den Veranstaltern gesperrt werden. In diesem Fall ist der Zutritt zur Veranstaltung nicht möglich.
Anreise, Mobilität & Aufenthalt vor Ort
Die Sessions der Olympischen Winterspiele 2026 finden an zahlreichen, teils weit voneinander entfernten Austragungsorten in Norditalien statt, darunter Mailand sowie mehrere alpine Regionen. Die Entfernungen zwischen den Wettkampfstätten sind erheblich, weshalb Besucher ihre Wege sorgfältig planen sollten.
Für die Anreise zwischen den Spielstätten werden überwiegend Bahnverbindungen genutzt. Für die Bergregionen sind häufig Kombinationen aus Zug und Shuttle- oder Linienbussen vorgesehen. Um den Autoverkehr zu begrenzen, setzen die Veranstalter zudem auf Park-and-Ride-Konzepte, bei denen Fahrzeuge auf Außenparkplätzen abgestellt und die letzten Strecken mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurückgelegt werden. Nähere Infos in englischer Sprache von unseren italienischen Kollegen.
Für längere Strecken zwischen Städten kommen in Italien vor allem Fern- und Regionalzüge infrage, etwa mit Verbindungen der Anbieter Trenitalia, Italo und Trenord.
Vor Ort werden Wettkampfstätten mit Bussen, dem städtischen Nahverkehr oder speziell eingerichteten Shuttleverbindungen erreicht. In Mailand wurde der öffentliche Verkehr für die Spiele ausgebaut, unter anderem mit verlängerten Betriebszeiten der U-Bahn (Azienda Trasporti Milanesi, ATM) und zusätzlichen Verkehrsangeboten. Welches Fortbewegungsmittel sinnvoll ist, hängt vom jeweiligen Austragungsort ab. Hilfreich bei der Suche kann die Transport MilanoCortina 2026 App der Veranstalter sein oder die entsprechende Homepage der Kommune Mailand.
Besonders relevant sind in Mailand die dauerhaft geltenden Umwelt- und Zufahrtsregelungen (zona traffico limitato, ZTL). Dazu zählen verkehrsbeschränkte Zonen, die den Zugang zur Innenstadt und zu großen Teilen des Stadtgebiets regeln.
Die Area C umfasst das historische Stadtzentrum und ist werktags nur gegen Gebühr befahrbar. Die großflächige Area B schränkt den Zugang für stärker schadstoffausstoßende Fahrzeuge ein. Verstöße werden elektronisch überwacht und können mit Bußgeldern geahndet werden.
Parken ist je nach Zone unterschiedlich geregelt (farbige Markierungen auf der Fahrbahn): blaue Linien sind kostenpflichtig, gelbe Linien reserviert (zum Beispiel für Anwohner oder Menschen mit Behinderung), weiße Linien meist kostenlos oder zeitlich begrenzt. Um nicht mit dem Auto in die Innenstadt fahren zu müssen, stehen Park-and-Ride-Parkplätze an U-Bahn-Stationen zur Verfügung.
In Mailand stehen verschiedene Alternativen zum eigenen Auto zur Verfügung, die bestimmten Regeln unterliegen.
Offizielle Taxis sind weiß lackiert und mit einem beleuchteten „TAXI“-Schild auf dem Dach gekennzeichnet. Die Lizenznummer ist außen und im Fahrzeug sichtbar. Taxis können an offiziellen Taxiständen, telefonisch oder über offizielle Taxi-Apps gebucht werden. Die Fahrpreise sind behördlich festgelegt und werden per Taxameter berechnet.
Neben klassischen Taxis stehen in Mailand auch appbasierte Fahrdienste mit professionellen Fahrern (NCC) zur Verfügung. In Italien werden diese Dienste als NCC-Fahrzeuge (noleggio con conducente – Mietwagen mit Fahrer) bezeichnet. Sie sind an roten Kennzeichnungsaufklebern an der vorderen und hinteren Windschutzscheibe zu erkennen.
Der Fahrpreis ist nicht behördlich festgelegt, sondern wird vorab vereinbart oder im Buchungsprozess angezeigt; die Buchung erfolgt in der Praxis häufig über Apps oder Vermittlungsplattformen, wie sie in größeren Städten üblich sind.
Zusätzlich gibt es in Mailand ein gut ausgebautes Carsharing-Angebot, unter anderem mit Diensten wie Enjoy, Free2move oder Drivalia. Je nach Anbieter gelten unterschiedliche Regelungen, etwa zum Parken oder zur Zufahrt in verkehrsbeschränkte Zonen (ZTL).
In größeren Bahnhöfen und an wichtigen Verkehrsknotenpunkten steht in Italien häufig kostenloses WLAN zur Verfügung. Darüber lassen sich Fahrpläne, Shuttle-Informationen oder aktuelle Hinweise rund um die Olympischen Spiele abrufen, etwa über die offizielle App Transport Milano Cortina 2026. Wer öffentliche WLAN-Netze nutzt, sollte dabei vorsichtig sein, da offene Netzwerke ein erhöhtes Risiko für Datendiebstahl oder Schadsoftware bergen können. Alternativ können mobile Daten innerhalb der EU zu den gleichen Konditionen wie im Heimatland genutzt werden („Roam like at home“).
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