Ihre Rechte

Sie haben eine Pauschalreise gebucht, wenn Sie mindestens zwei Reiseleistungen, z. B. Flug und Hotel, als Gesamtpaket gebucht haben.

Stand der Informationen: Juni 2018

Das gilt für Buchungen ab dem 1. Juli 2018

Kakerlaken im Zimmer? Baustelle statt Pool? Zug zum Flug verspätet? Dank der EU haben Sie Rechte, wenn Sie eine Pauschalreise gebucht haben. Diese ändern sich zum 1. Juli 2018. Dann gelten europaweit einheitliche Vorschriften:

  • Reisende können sich nicht nur beim Reiseveranstalter, sondern auch beim Reisevermittler, z. B. dem Reisebüro, beschweren.

  • Der Reisepreis darf bis 20 Tage vor Reisebeginn um 8 % erhöht werden. Aber nur, wenn dies vertraglich vorgesehen ist und z. B. erhöhte Treibstoffkosten, Steuern, Wechselkurse das erfordern. Im Gegenzug kann der Urlauber eine Preissenkung verlangen, falls o. g. Preise fallen.

  • Ferienhäuser, die beim Reiseveranstalter gebucht werden, fallen nicht mehr unter das Pauschalreiserecht. Es gilt das Mietrecht des jeweiligen Landes.

  • Tagesreisen, die mehr als 500 Euro kosten, zählen als Pauschalreise.

  • Besserer Schutz bei verbundenen Reiseleistungen: Sie gehen ins Reisebüro, wählen z. B. Flug und Hotel getrennt voneinander aus, erhalten jeweils eine Rechnung. Wenn Sie direkt ans Reisebüro bezahlen, sind Sie gegen dessen Insolvenz geschützt. Aber nicht gegen die der Airline oder des Hotels.

  • Click-Through-Buchungen fallen unter das Pauschalreiserecht. Beispiel: Sie buchen über ein Buchungsportal eine Reiseleistung, z. B. den Flug, gelangen über einen Link auf die Seite eines anderen Anbieters. Hier buchen Sie innerhalb von 24 Stunden die nächste Leistung, z. B. das Hotel. Bei solchen Verträgen sind Sie sowohl gegen die Insolvenz des Buchungsportals, das in diesem Fall zum Reiseveranstalter wird, als auch der Airline und des Hotels geschützt.

  • Ihre Ansprüche verjähren 2 Jahre nach Reiseende.

Unsere Broschüre "Auf Pauschalreise durch Europa" erklärt Ihnen Ihre Rechte und wie Sie diese durchsetzen.

 

 

 

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