FAQ: Digitales COVID-Zertifikat der EU

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Seit dem 1. Juli 2021 erleichtern digitale COVID-Zertifikate der EU das Reisen in Europa.

Doch sind alle Mitgliedstaaten vorbereitet? Können die Zertifikate grenzüberschreitend problemlos genutzt werden?

Wir beantworten häufig gestellte Fragen von Verbrauchern und Reisenden.

Video: Digitaler Impfnachweis

Fragen und Antworten zum digitalen Impfnachweis

Nach der letzten verabreichten Impfdosis erhalten Sie im Impfzentrum oder in der Arztpraxis ein gedrucktes Dokument mit einem QR-Code ausgehändigt.

Sollte die Ausstellung der COVID-Zertifikate im Impfzentrum oder bei Ihrem Hausarzt technisch noch nicht möglich sein oder wenn Sie bereits vor einiger Zeit vollständig geimpft wurden, können Sie sich das COVID-Zertifikat kostenlos in einer Apotheke besorgen.

Vorzulegen sind der gelbe Impfpass oder die ausgehändigte Impfkarte und ein Personalausweis oder Reisepass.

Es kann sein, dass Apotheken das Zertifikat erst ausstellen, wenn die Impfung bereits 14 Tage zurückliegt.

Mit folgenden Apps können Sie den QR-Code direkt nach Ausstellung auf Ihr Smartphone übertragen:

Auf Nachfrage des EVZ Deutschland wurde uns mitgeteilt, dass man sich in Apotheken auch einen digitalen Nachweis ausstellen lassen kann, wenn erst eine Dosis eines Zwei-Dosen-Impfstoffes verabreicht wurde.

Aber bedenken Sie: Um grenzüberschreitend reisen zu können, müssen mindestens 14 Tage nach der letzten erforderlichen Impfdosis vergangen sein. 

Genesene oder negativ Getestete können sich ebenfalls digitale COVID-Zertifikate ausstellen lassen:   

  • Als genesen gelten Sie, wenn Sie eine Corona-Infektion überstanden haben (PCR-Befund) und das Testergebnis mindestens 28 Tage und höchstens sechs Monate zurückliegt. Sollte Ihre Erkrankung länger als sechs Monate zurückliegen, benötigen Sie eine einmalige Impfung, um sich einen digitalen Impfnachweis ausstellen lassen zu können.
     
  • Digitale COVID-Zertifikate erhalten Sie auch für negative PCR-Tests (i.d.R. für 72 Stunden gültig) und Antigen-Tests (i.d.R. für 48 Stunden gültig).

Die COVID-Zertifikate erleichtern seit dem 1. Juli 2021 das Reisen innerhalb Europas.

Auch die EWR-Staaten schließen sich dem System an.

Mit entsprechendem Zertifikat entfällt grundsätzlich die Testpflicht bei Einreise und mögliche Quarantänebestimmungen vor Ort.

Achtung: Sofern die Infektionslage es (wieder) erfordert, können Mitgliedstaaten trotz digitalem COVID-Zertifikat auf Corona-Tests und / oder Quarantäne bestehen.

Solche Abweichungen vom Grundsatz der Test- und Quarantänefreiheit muss jedes Land im Vorfeld der Europäischen Kommission und allen anderen Mitgliedstaten mitteilen. Die Maßnahmen müssen begründet werden. Als Richtwert gilt das Ampelsystem der EU.

Im Übrigen werden Ihnen dieselben Rechte eingeräumt wie geimpften, getesteten oder genesenen Bürgern des jeweiligen Mitgliedstaates.

Im Umkehrschluss bedeutet dies: gibt es für diese Personengruppen in einem Land keine Erleichterungen von den Corona-Maßnahmen, können Sie sich auch als Reisender nicht darauf berufen.

Mit digitalem COVID-Zertifikat entfallen bei Rückreise nach Deutschland auch Quarantänebestimmungen Ihres Bundeslandes.

Ausnahmen sind möglich: So gilt etwa bei Einreise aus einem Virusvariantengebiet weiter eine Quarantänepflicht.

Bei Einreise in ein anderes EU-Land (und EWR-Staaten) müssen Sie den QR-Code des digitalen COVID-Zertifikats auf Verlangen einfach vorzeigen, entweder in Papierform oder auf dem Smartphone.

Auf dem Papier, das Sie in Apotheken erhalten, stehen die Angaben zu Ihrer Impfung in deutscher und englischer Sprache.

Wundern Sie sich nicht, wenn die Informationen nach dem Scan auf Ihrem Smartphone (möglich mit der CovPass-App, Corona-Warn-App, oder Luca-App) nur auf Deutsch angezeigt werden.

Bei Einreise ins EU-Ausland können die QR-Codes von allen Mitgliedstaaten gelesen und überprüft werden (vorausgesetzt, die technischen Voraussetzungen sind gegeben).

Wir empfehlen, sowohl mit einem ausgedruckten QR-Code, als auch mit einer digitalen App-Version zu reisen. Immer benötigt wird bei Einreise in anderes EU-Land ein Personalausweis oder ein Reisepass.

Wichtig: Um mit digitalen COVID-Zertifikaten grenzüberschreitend reisen zu können, müssen mindestens 14 Tage nach der letzten Impfdosis vergangen sein.

Theoretisch ja.

Der gelbe Impfpass entspricht den Richtlinien der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und wird als Dokument von allen Mitgliedstaaten akzeptiert.

Bei älteren Modellen des Impfpasses in den Farben Weiß, Grün oder Rot sieht das anders aus.

In Deutschland sind diese zwar noch gültig, auf internationalen Reisen werden sie aber unter Umständen nicht anerkannt.

Lassen Sie sich von Ihrem Hausarzt also vorsichtshalber einen gelben Impfpass ausstellen. 

Hinweis

Auch der gelbe Impfpass kann bei einer Kontrolle im EU-Ausland abgewiesen werden, weil er im Zielland nicht bekannt ist. 

Nehmen Sie daher immer auch den QR-Code des COVID-Zertifikats mit. Am besten ausgedruckt und in digitaler Form auf Ihrem Smartphone oder Tablet.

Eigentlich ja.

Um in Europa von Reisefreiheiten zu profitieren, müssen Sie eine vollständige Corona-Schutzimpfung nachweisen können.

Außerdem müssen mindestens 14 Tage nach der letzten Impfdosis vergangen sein.

Aber: Mitgliedstaaten können Reisebeschränkungen auch schon für Personen aufheben, die erst eine Dosis eines Zweifach-Impfstoffs erhalten haben.

Bisher sind uns keine Länder bekannt, die von dieser Regelung Gebrauch machen.

Wenn Sie bereits mit Corona infiziert waren und die Erkrankung länger als sechs Monate zurückliegt, erhalten Sie in Deutschland mit einer Dosis eines Zwei-Dosen-Impfstoffes den Status einer vollständigen Immunisierung. Im Impfpass sollte dies entsprechend vermerkt werden.

Nein.

Sie können in Europa auch ohne Corona-Schutzimpfung reisen.

Sie müssen sich dann aber an die Einreisebestimmungen und Corona-Maßnahmen halten, die in Ihrem Urlaubsland für Reisende ohne Impf- oder Testnachweis gelten.

Gleiches gilt natürlich für die Rückreise nach Deutschland.

Hier gelten die Bestimmungen in Ihrem Bundesland.

Informieren Sie sich daher beim Auswärtigen Amt zu den Reisebeschränkungen in Ihrem Urlaubsland.

Nein.

Mit den digitalen Zertifikaten sollen Beschränkungen gelockert werden.

Systematischen Grenzkontrollen wird es nicht geben.

Es kann aber sein, dass stichprobenartige Grenzkontrollen durchgeführt werden.

Es ist also nicht ausgeschlossen, dass Sie bei Einreise mit dem Auto oder dem Zug in ein anderes EU-Land nach einem Impfnachweis gefragt werden.

Notwendig ist das digitale COVID-Zertifikat bei Flugreisen (sofern kein negativer Corona-Test oder ein anderer Nachweis für eine Immunisierung vorgelegt werden kann).

Ja.

Die digitalen Zertifikate enthalten lediglich Name, Geburtsdatum, Ausstellungsdatum sowie Informationen zu Impf-, Genesenen- oder Teststatus des Reisenden.

Bei der Erstellung des COVID-Zertifikats werden die Daten von der Impfstelle einmalig zur Unterzeichnung an das RKI gesendet.

Dort werden sie aber sofort wieder gelöscht.

Die Informationen sind dann nur noch auf Ihrem ausgedruckten Dokument oder digital auf Ihrem Smartphone vorhanden.

Eine elektronische Signatur bestätigt zudem die Echtheit der Zertifikate.

Überprüfen nun andere Mitgliedstaaten die Daten, werden diese weder gespeichert noch weitergeleitet.

Achtung

Die QR-Codes der Zertifikate lassen sich mehrfach einscannen.

Achten Sie darauf, dass diese nicht in fremde Hände geraten.

Ansonsten könnten Fremde versuchen, Ihren Impfnachweis missbräuchlich zu verwenden.

COVID-Zertifikate müssen immer mit einem amtlichen Lichtbildausweis abgeglichen werden.

Wie streng dies in den einzelnen EU-Ländern eingehalten wird, bleibt abzuwarten.

Nein.

Wenn Sie Ihr digitales COVID-Zertifikat nicht mehr aufrufen können (Smartphone verloren, gestohlen oder kaputt), können Sie sich in Deutschland in teilnehmenden Apotheken oder bei Ihrem Hausarzt ein neues Dokument ausstellen lassen.

Im EU-Ausland ist dies nach unseren Erkenntnissen nicht möglich.

Auch dann nicht, wenn Sie vollständig geimpft sind und Ihren gelben Impfpass dabeihaben.

Digitale COVID-Zertifikate werden in den einzelnen EU-Ländern (bisher) nur ausgestellt, wenn Bürger*innen ausschließlich im jeweiligen Land geimpft / getestet wurden.

Gehen Sie also auf Nummer sicher und tragen Sie den QR-Code immer in doppelter Ausführung bei sich, einmal digital auf einem mobilen Gerät und einmal ausgedruckt in Papierform.

Nur Personen, die mit Impfstoffen geimpft wurden, die in der EU zugelassen sind, können problemlos in andere Mitgliedstaaten einreisen.

Das heißt, die Vakzine von AstrazenecaBiontech / PfizerJohnson & Johnson und Moderna werden EU-weit anerkannt.

Dies gilt auch für Mischimpfungen, wie Astrazeneca und Biontech / Pfizer.

Ausnahmen

EU-Ländern ist es erlaubt, Touristen einreisen zu lassen, die mit Impfstoffen geimpft sind, die in der EU noch nicht zugelassen sind, etwa Sputnik V aus Russland.

Die Regelungen kann jedes Land selbst festlegen.

Wichtig: Um mit digitalen COVID-Zertifikaten reisen zu können, müssen mindestens 14 Tage nach der letzten Impfdosis vergangen sein.

Der digitale Impfpass ist seit dem 1. Juli 2021 in der gesamten EU und in den EWR-Staaten gültig. 

Den Mitgliedstaaten wurde eine sechswöchige Übergangsfrist gewährt, damit alle technischen Voraussetzung für die Verbindung mit dem sogenannten EU-Gateway geschaffen werden können. Spätestens am 12. August müssen alle Mitgliedstaaten an die europäische Schnittstelle angeschlossen sein.

Bereits am 2. Juli waren 30 Länder mit dem EU-Gateway verbunden und erteilen und/oder überprüfen mindestens ein EU-Zertifikat (geimpft / getestet / genesen). Auch die Schweiz, San Marino und der Vatikan möchten sich mit der europäischen Schnittstelle verbinden.

Was in welchem Land bereits umgesetzt wurde, können Sie bei Re-open EU nachsehen.

Die digitalen COVID-Zertifikate sind in erster Linie für den freien Verkehr von Reisenden innerhalb der EU bestimmt.

Inwieweit das Dokument auch für Hotels, Restaurants und kulturelle Aktivitäten genutzt werden kann, entscheidet jeder Mitgliedstaat selbst.

Frankreich hat zum Beispiel die Prüfungs-App TousAntiCovid Verif entwickelt, mit der Café- und Restaurantbesitzer, Veranstalter usw. nach Registrierung sowohl COVID-Zertifikate aus Frankreich als auch aus anderen europäischen Ländern scannen und lesen können sollen. Mehr dazu lesen Sie hier.

Für den Fall, dass in Ihrem Urlaubsland eine vollständige Impfung für das Betreten einer Einrichtung verlangt wird, sollten Sie auch immer einen Papierausdruck Ihres Zertifikats dabeihaben. Hier ist Ihr Impfstatus in deutscher und englischer Sprache aufgeführt.