Olympia 2024 Tickets: Preise, Kauf und Risiken

Das Europäische Verbraucherzentrum beantwortet die wichtigsten Fragen zum Kauf von Tickets für Olympia 2024 und erklärt, wie Sie sich vor Betrug schützen können.

Der Kauf von Tickets für die Olympischen Spiele 2024 in Paris ist vergleichsweise kompliziert und wird auf der offiziellen Verkaufsseite und auf der offiziellen Wiederverkaufsplattform nur auf Englisch und Französisch erklärt. Das Europäische Verbraucherzentrum (EVZ) beantwortet deswegen hier Ihre Fragen zum Olympia 2024-Ticketkauf. So können Sie gut informiert Olympia-Tickets erstehen und dabei teure Fehlentscheidungen vermeiden sowie eventuelle Betrugsversuche erkennen.

Diese Olympia-Ticket-Seite wird bis zum Beginn der Olympischen Sommerspiele am 26. Juli 2024 regelmäßig um neue Informationen ergänzt. Zuletzt wurde sie am 23.05.2024 aktualisiert.

Was sind die Olympia 2024 Ticket-Preise?

Das Organisationskomitee der Olympischen Spiele 2024 hat am 17. April 2024 die finale Verkaufsphase für Olympia-Tickets eröffnet.

Es sind nicht mehr für alle Wettkämpfe Tickets verfügbar:

Einige Sessions sind bereits gänzlich ausverkauft und für viele noch angebotene Sessions sind nicht mehr alle Preiskategorien verfügbar. Es gibt jetzt allerdings auch wieder Karten für zuvor bereits ausverkaufte Sportarten. Für Interessierte lohnt also ein erneuter Blick auf die offizielle Verkaufsseite. Auch auf der am 15. Mai 2024 eröffneten offiziellen Wiederverkaufsplattform werden Tickets für zahlreiche Veranstaltungen angeboten.

Tickets für die Olympia-Wettkämpfe kosten je nach gewählter Session und Kategorie zwischen 24 und 980 Euro. Die genauen Preise pro Session sind auf der offiziellen Ticket-Seite der Olympischen Spiele 2024 aufgelistet.

Olympia-Tickets erklärt: Was sind Sessions und Kategorien?

Der angegebene Preis eines Tickets gilt für den Zugang zu einer sogenannten „Session“. Was eine „Session“ beinhaltet, hängt von der Sportart bzw. Disziplin ab. Einige Beispiele: Im Beachvolleyball umfasst eine „Session“ ein, zwei, drei oder vier Spiele, im Golf eine Runde und im Schwimmen alle Wettkämpfe, die an einem Vormittag oder Abend stattfinden.

Es gibt fünf Kategorien: First, A, B, C, D. „First“ ist dabei die teuerste und wird nur bei ausgewählten „Sessions“ angeboten, „D“ ist die günstigste.

Die Kategoriepreise einer „Session“ sind abhängig von der Sportart. Beispiel: Ein Ticket in der Kategorie A für das Finale im Mannschafts- oder Einzelmehrkampf im Turnen der Frauen kostet 690 Euro. Für das 100-Meter-Finale der Männer in der Leichtathletik sind in der gleichen Kategorie 980 Euro zu zahlen.

Für Finalwettkämpfe kosten die günstigsten Tickets 50 Euro in der Kategorie D, zum Beispiel für Bogenschießen oder Breakdance.

Tickets für Qualifikationswettkämpfe werden in vielen Sportarten für 24 Euro in der Kategorie D angeboten. Beispiele sind Boxen, Dressur- und Springreiten oder Volleyball.

Das Organisationskomitee „Paris 2024“ hat zwar angekündigt, dass eine Million der insgesamt knapp zehn Millionen Tickets zu einem Preis von 24 Euro erhältlich sein werden. Doch in den Stadien machen oft die teuren Kategorien A und B den Großteil der Plätze aus. Falls Sie mehrere Wettkämpfe in Stadien besuchen möchten, müssen Sie also mit Kosten von mehreren hundert bis über tausend Euro rechnen.

Erhöhtes Betrugsrisiko während der Olympischen Spiele

Zu den Olympischen Spielen 2024 werden Millionen von Besuchern in Frankreich erwartet. Das zieht auch Betrüger an. Seien Sie besonders vorsichtig. Sobald dem Netzwerk der Europäischen Verbraucherzentren Betrugsmaschen bekannt werden, finden Sie hier entsprechende Warnungen. Bis dahin beachten Sie bitte unsere allgemeinen Tipps für einen sicheren Besuch der Olympischen Spiele:

  • Kaufen Sie Tickets nur auf der offiziellen Olympia-Verkaufswebsite „tickets.paris2024.org“ oder ab 2024 auf der offiziellen Wiederverkaufswebsite. Sie könnten ansonsten Opfer von Ticket-Betrug werden.
  • Kontrollieren Sie bei vermeintlichen E-Mails der Olympia-Veranstalter die Absender-Adresse und Links auf Richtigkeit (Phishing-Gefahr).
  • Buchen Sie Unterkünfte auf bewährten Buchungsportalen von Anbietern mit guter Bewertung und nutzen Sie ausschließlich das vorgesehene Zahlungssystem. Zahlungen außerhalb des Portals bergen ein extrem hohes Betrugsrisiko.
  • Prüfen Sie vor Ihrer Anreise die Reisehinweise des Auswärtigen Amts.

FAQ: Olympia 2024-Tickets kaufen

Kaufen können Sie Tickets für die Olympischen Spiele 2024 nur online auf dem offiziellen Ticketportal und auf der offiziellen Wiederverkaufsplattform.

Wiederverkaufsseite
Seit dem 15.05.2024 können bereits gekaufte Tickets über die offizielle Wiederverkaufsseite an Interessierte weiterverkauft werden. Das ist also im Umkehrschluss eine Möglichkeit noch an Karten zu kommen. Auf der Wiederverkaufsplattform können Olympia-Tickets nur zum Nennwert angeboten werden. Der Verkäufer kann also keinen höheren Preis für die Tickets verlangen. Im Gegenteil, die Verantwortlichen erheben vom Verkäufer noch fünf Prozent des Kartenpreises als Gebühr. Vom Käufer werden zehn Prozent als Gebühr erhoben.

Kostet ein Ticket für eine Session zum Beispiel 24 Euro, werden auf der Wiederverkaufsplattform für den Käufer 26,40 Euro fällig. Beim regulären Kauf auf der offiziellen Verkaufsseite betragen die Gebühren lediglich 1,5 Prozent, demnach kostet das Ticket dort 24,36 Euro. 

Dem Verkäufer bleiben bei dem gleichen 24 Euro-Ticket beim Verkauf über die Wiederverkaufsplattform letztlich 22,80 Euro, die er nach Angabe des Organisationskomitees innerhalb von 45 Arbeitstagen auf das von ihm bei seinem ursprünglichen Ticketkauf verwendete Zahlungsmittel überwiesen erhält.

 

Hospitality-Programm
Neben dem regulären Olympia-Ticketportal und der offiziellen Wiederverkaufsseite gibt es eine offizielle Plattform für Hospitality- und Reise-Pakete. Hier können Olympia-Tickets direkt im Paket gekauft werden.

Allerdings erwerben Sie hier neben den Sport-Tickets noch weitere kostenpflichtige Leistungen wie Eintrittskarten für Sehenswürdigkeiten in Paris, Verpflegung oder Hotelunterbringung. Sie müssen hier also damit rechnen hohe Preise zu bezahlen. Beispielsweise werden Hospitality-Pakete für die Abschlusszeremonie derzeit zwischen 1.995 und 6.750 Euro zuzüglich Steuern angeboten.

Das Organisationskomitee von Olympia 2024 warnt vor inoffiziellen Seiten, die Tickets anbieten. Die Veranstalter haben angekündigt, dort erworbene Tickets zu stornieren und damit den Zutritt zu den Wettbewerben zu verwehren. Beim Ticketkauf aus zweiter Hand auf Ticketbörsen gehen Sie also ein sehr hohes Risiko ein. Sie könnten Opfer von Ticket-Betrug werden.

Die Tickets werden personalisiert sein. Das Organisationskomitee hat inzwischen eine App „Paris 2024 Tickets“ veröffentlicht (Android oder Apple), in der die Tickets bereitgestellt werden. Diese App benötigen Sie, um Zutritt zu den Veranstaltungen zu erhalten. Um den unerlaubten Weiterverkauf der Eintrittskarten zu erschweren, sollen die endgültigen Tickets erst kurz vor der jeweiligen Session ausgestellt werden.

Das offizielle Olympia-Ticketportal und die offizielle Wiederverkaufsplattform stehen nur auf Französisch und Englisch zur Verfügung. Bei Verständnisproblemen können Sie zur Übersetzung ins Deutsche zwar ein Online-Übersetzungsprogramm wie DeepL oder Google Translate zur Hilfe nehmen. Dabei müssen Sie sich jedoch bewusst sein, dass solch ein Programm nicht immer fehlerfrei und wortgenau übersetzt. Bei Missverständnissen können Sie sich nicht auf die Übersetzung des Programms berufen.

Insgesamt können pro Benutzerkonto höchstens 30 Tickets für Olympia 2024 gekauft werden.

Pro „Session“ ist das Maximum sechs Tickets (abgesehen von vielen Fußball-Sessions, für die bis zu 20 Tickets erworben werden können). Für die Eröffnungs- und Schlussfeier sowie besonders begehrte „Sessions“ ist der Erwerb auf vier Tickets begrenzt.

Während der Olympischen Spiele ist mit einer hohen Auslastung von Zügen und Flugzeugen sowie Hotels und sonstigen Unterkünften zu rechnen. Sie sollten sich daher schnellstmöglich um entsprechende Buchungen kümmern, sobald die Eintrittskarten gekauft sind.

Während der Zeit der Olympischen Spiele 2024 müssen Sie mit deutlich erhöhten Übernachtungspreisen in Paris und den anderen Austragungsorten rechnen. Zudem hat das Juristen-Team des EVZ vermehrte Beschwerden über Pariser Hoteliers erhalten, die nachträglich Preise erhöhen oder sogar Reservierungen stornieren.

Achtung beim Buchen von Unterkünften: Das Europäische Verbraucherzentrum rechnet damit, dass Betrüger während der Olympischen Spiele in Paris gefälschte Unterkünfte anbieten werden. Buchen Sie daher möglichst Unterkünfte auf etablierten Plattformen von Anbietern mit vielen guten Bewertungen – wenn möglich mit Stornierungsmöglichkeit und ohne Vorauszahlung.

Bei Privatvermietungen sollten Sie besonders vorsichtig sein und auf gute Bewertungen des Vermieters sowie die Einhaltung der Plattformregeln achten. Betrüger werden versuchen, Sie zu überreden, inoffizielle Zahlungswege zu nutzen. Tun Sie dies nie! Die Betrugsgefahr ist extrem hoch.

Falls Sie Hotels direkt buchen wollen, sollten Sie sich vergewissern, dass Sie Ihre Buchung auch tatsächlich auf der offiziellen Hotel-Webseite vornehmen. Der Grund: unseriöse Unternehmen schalten irreführende Werbeanzeigen, die auf den ersten Blick wie der direkte Link zur Hotel-Webseite aussehen. Dort zahlen Sie dann deutlich mehr und riskieren Probleme mit Ihrer Buchung.

Weitere aktuelle Tipps und Informationen rund um die Olympischen Spiele, den Aufenthalt und die Anreise nach Paris.

Allgemeine Tipps für eine erfolgreiche Reisebuchung. Wir empfehlen auch hier stornierbare Tarife ohne Vorauszahlung.

Nein, nach offiziellen Informationen wird es keine Olympia-Tickets in Papierform geben. Die Eintrittskarten werden ausschließlich in elektronischer Form verfügbar sein.

Zu diesem Zweck ist eine offizielle Ticket-App veröffentlicht worden. Über diese App können Sie Ihre gekauften Tickets abrufen. Zugang zu einer Veranstaltung können Sie mit den in der App jetzt angezeigten Tickets allerdings noch nicht erhalten. Zusätzlich erforderlich ist hierfür noch ein QR-Code, der aber erst kurz vor Beginn der jeweiligen Veranstaltung generiert werden soll. Dieser soll fälschungssicher und nicht übertragbar sein. Bei der Einlasskontrolle müssen Sie also Ihr in der App angezeigtes Ticket mit dem kurz vor Beginn der Veranstaltung generierten QR-Code vorzeigen. Eine Internetverbindung soll für die Aktivierung des QR-Codes nicht erforderlich sein. Das heißt, dass der QR-Code auch ohne Internetverbindung generiert wird und Sie das Ticket mit dem QR-Code bei der Einlasskontrolle auch ohne Internetverbindung vorzeigen können sollen.

Voraussetzung ist allerdings, dass Sie die App zuvor heruntergeladen haben und sich vor der ersten Session, die Sie besuchen möchten, jedenfalls einmal in der App unter Verwendung der Zugangsdaten für Ihr Olympia-Ticketkonto angemeldet haben.

Wichtig: Sie benötigen ein ausreichend aufgeladenes mobiles Endgerät (z.B. Smartphone oder Tablet), um die Olympia-Tickets zu nutzen. Technische Voraussetzung für die Nutzung der Ticket-App ist mindestens das Betriebssystem „iOS 15“ beziehungsweise „Android 9“. Es ist nicht möglich das Ticket herunterzuladen und auszudrucken.

ABER! Das Organisationskomitee hat angekündigt, dass es im Eingangsbereich der Wettkampstätten für Personen ohne Smartphone dennoch eine Möglichkeit geben soll, die Ticketinhaberschaft nachzuweisen. Unklar ist allerdings bislang, wie der Nachweis konkret erfolgen soll. Wie man ohne Smartphone Zugang zu den Wettkampfstätten erhält, ist damit derzeit noch offen.

Wenn Sie ein Olympia-Andenken möchten, können Sie zusammen mit den von Ihnen gekauften Karten Souvenir-Tickets als Erinnerungsstücke buchen. Ein Souvenir-Ticket kostet 2,99 Euro plus Versand.

Wenn Sie sich für den Kauf von Souvenir-Tickets entscheiden, sollten Sie beachten, dass Sie für jedes von Ihnen gekaufte Olympia-Ticket ein Souvenir-Ticket erwerben müssen.

Die Souvenir-Tickets sollen nach Abschluss der Paralympischen Spiele versendet werden und gewähren Ihnen keinen Zugang zu den Veranstaltungen. Auch hinsichtlich des Kaufs dieser Souvenir-Tickets besteht kein Widerrufsrecht.

Tickets für die Olympischen Spiele in Paris sollten über die offizielle Olympia-Webseite oder die offizielle Wiederverkaufsplattform gekauft werden. Die Veranstalter warnen davor, Tickets über inoffizielle Wege zu kaufen.

Wenn Sie Tickets für Olympia 2024 über andere Webseiten oder Anbieter kaufen, gehen Sie unter anderem folgende Risiken ein:

  • Die Tickets werden zu deutlich höheren Preisen angeboten und trotzdem können sie vom Veranstalter gesperrt werden. Beachten Sie, dass bei der Einlasskontrolle nur ein auf Ihren Namen ausgestelltes und zusammen mit einem QR-Code in der Ticket-App angezeigtes Ticket akzeptiert wird.
  • Sie bekommen keine Tickets.
  • Die Tickets sind gefälscht. 

Wenn Sie Tickets außerhalb der offiziellen Webseiten erwerben, besteht also ein hohes Risiko, dass Sie keine oder ungültige Tickets erhalten. Bitte beachten Sie auch unsere generellen Risiko-Hinweise zum Kauf auf Ticketbörsen.

Achtung: Nach französischem Recht ist der gewerbsmäßige Weiterverkauf von Tickets ohne Erlaubnis des Veranstalters generell verboten. Unternehmen, die die das dennoch tun, können in Frankreich mit Geldbußen bis zu 30.000 Euro belegt werden. 

Nein, Sie können gekaufte Olympia-Tickets nicht stornieren und erhalten auch keine Erstattung!

Wenn Sie online einkaufen, haben Sie in vielen Fällen ein 14-tägiges Widerrufsrecht. Beim Kauf von Tickets gibt es jedoch in der Regel kein gesetzliches Widerrufsrecht – so auch nicht beim Kauf von Olympia-Tickets.

Sie können Ihre Tickets kostenlos an andere Personen wie Freunde und Familienmitglieder übertragen. Diese Übertragung erfolgt über die Ticket-App. Damit die Begünstigten die Eintrittskarten auch erhalten, müssen sie ebenfalls ein Ticket-Konto erstellen und die Ticket-App herunterladen. Möglich ist die Übertragung bis zu Beginn der jeweiligen Session.

Wenn Sie auf diesem Weg ein Ticket bekommen, können Sie dieses weder an eine dritte Person (weiter-)übertragen noch auf der Wiederverkaufsplattform weiterverkaufen. Wenn Sie die Veranstaltung nicht besuchen können, haben Sie aber die Möglichkeit, es über eine Funktion in der Ticket-App an die Person zurückzugeben, von der sie es erhalten haben. Diese kann das Ticket dann entweder an eine dritte Person übertragen oder es auf der Wiederverkaufsplattform weiterverkaufen.

Daneben gibt es auch die Möglichkeit, gekaufte Olympia-Tickets weiterzuverkaufen. Über die Ticket-App können Sie die Tickets, die Sie weiterverkaufen möchten, auf die offizielle Wiederverkaufsplattform hochladen. Eine Garantie, dass die Tickets dort einen Abnehmer finden, gibt es nicht. Wenn ein Ticket bis 12 Stunden vor Beginn der Veranstaltung nicht weiterverkauft worden ist, erhalten Sie es zurück. Solange das Ticket keinen Käufer gefunden hat, können Sie Ihr Verkaufsangebot auch jederzeit zurückziehen.

Der Weiterverkauf eines Tickets aus offiziellen Hospitality- und Reise-Paketen ist nicht über die Wiederverkaufsplattform möglich.

Wenn Sie auf der Wiederverkaufsplattform ein Ticket gekauft haben, können Sie dieses über diese Plattform auch selbst wieder weiterverkaufen.

Die aus der ersten Verkaufsphase stammenden, sogenannten „Make Your Games“-Pakete beinhalten Tickets für mehrere Sessions. Auf der Wiederverkaufsplattform besteht die Möglichkeit, jedes Ticket in diesem Paket einzeln zu verkaufen. Wenn Sie seinerzeit eine Session also nur ausgewählt haben, um Tickets für eine andere Session erwerben zu können, besteht nun die Möglichkeit, die ungewollten Tickets zum Weiterverkauf anzubieten.

Wird auf der Plattform ein Paket von beispielsweise zwei Tickets für eine Session zum Kauf angeboten, müssen beide Tickets genommen werden. Möchten Sie nur eine Karte für die Session erwerben, müssen Sie nach explizit solchen Angeboten suchen. Vielleicht finden Sie auch auf der offiziellen Olympia-Ticketseite noch ein Ticket für die gewünschte Veranstaltung.

Pauschal mit Ja oder Nein lässt sich diese Frage nicht beantworten: Das Organisationskomitee hat mit Blick auf Verschiebungen im Zeitplan der Olympischen Spiele ausführliche Regeln aufgestellt.

Diese sehen allgemein vor, dass im Falle einer Rückerstattung (lediglich) der Nennwert eines Tickets erstattet wird, nicht aber z.B. die Ihnen beim Ticketkauf in Rechnung gestellten Bearbeitungsgebühren.

Zudem unterscheiden die vom Organisationskomitee aufgestellten Bedingungen für die Erstattung von Ticketkosten zwischen verschiedenen Arten der Änderung im Zeitplan der Sessions:

  • Wird eine „Session“ endgültig abgesagt, sollen Sie den Nennwert des Tickets zurückerhalten.
  • Beginnt eine „Session“ früher oder später als auf dem Ticket angegeben, aber noch am selben Tag, sehen die vom Organisationskomitee aufgestellten Regelungen keine Erstattungszahlung vor. Bei der Auswahl der Sessions im Rahmen Ihres Ticketkaufs sollten Sie daher im Blick behalten, dass sich der Zeitplan der Veranstaltungen beispielsweise aufgrund von ungünstigen Wetterbedingungen ändern kann. Führt die Verschiebung einer Session auf einen anderen Zeitpunkt am selben Tag dazu, dass Sie eine weitere Session, für die Sie Tickets erworben haben, nicht besuchen können, steht Ihnen nach den Bedingungen des Organisationskomitees kein Erstattungsanspruch zu.
  • Für die Verlegung einer Session auf einen anderen Tag sehen die Bedingungen besondere Regelungen vor, bei denen es unter anderem darauf ankommt, auf welchen Zeitpunkt die Session verlegt wird. Auch für die vorübergehende und endgültige Unterbrechung einer Session hat das Organisationskomitee Regelungen getroffen, die unter anderem berücksichtigen, ob eine vorübergehend unterbrochene Session am selben Tag wieder aufgenommen wird und ob ein wesentlicher Teil der vorübergehend oder endgültig unterbrochenen Session bereits stattgefunden hat.

Geregelt ist in den Bedingungen auch, in welchen Fällen eine Erstattung automatisch erfolgt und in welchen Fällen Sie diese beantragen müssen.

Ist ein Ticket betroffen, das Sie als Teil eines Hospitality- oder Reise-Pakets erworben haben, so erfolgt die Abrechnung im Rahmen Ihrer vertraglichen Beziehung mit dem Anbieter des Hospitality- beziehungsweise Reise-Pakets.

Nach Angaben des Veranstalters soll ein Kauf von Tickets auf dem offiziellen Ticketportal ab einem Alter von 16 Jahren möglich sein.

Hierbei ist allerdings zu bedenken, dass ein von einem/einer Minderjährigen abgeschlossener Vertrag ohne Zustimmung des gesetzlichen Vertreters nicht wirksam ist.

Eine Ausnahme von der Unwirksamkeit kommt in Betracht, wenn der/die Minderjährige die Tickets mit „Taschengeld“ bezahlt hat, das er/sie für den Ticketkauf oder zur freien Verfügung erhalten hat.

Das Zentrum der Olympischen Spiele ist natürlich Paris – aber es gibt auch weiter entfernt stattfindende Wettkämpfe. Welche das sind und ob eine Reise zu Olympia auch ohne Eintrittskarten Sinn macht? Das beleuchtet der Artikel Paris 2024: Clevere Planung zwischen Croissants und Champs-Élysées.

Finanziert durch die Europäische Union. Die geäußerten Ansichten und Meinungen sind jedoch ausschließlich die des Autors / der Autoren und spiegeln nicht unbedingt die der Europäischen Union oder des Europäischen Innovationsrates und der Exekutivagentur für kleine und mittlere Unternehmen (EISMEA) wider. Weder die Europäische Union noch die Bewilligungsbehörde können dafür zur Verantwortung gezogen werden.

Finanziert durch die Europäische Union. Die geäußerten Ansichten und Meinungen sind jedoch ausschließlich die des Autors / der Autoren und spiegeln nicht unbedingt die der Europäischen Union oder des Europäischen Innovationsrates und der Exekutivagentur für kleine und mittlere Unternehmen (EISMEA) wider. Weder die Europäische Union noch die Bewilligungsbehörde können dafür zur Verantwortung gezogen werden.