Ihre Rechte bei Lieferverzug und Paketverlust

Händler sind dazu verpflichtet ihre Kunden über den Liefertermin zu informieren. Kann der vereinbarte Termin jedoch nicht eingehalten werden und Ihnen entsteht dadurch ein Schaden, können Sie Schadensersatzansprüche geltend machen. Wird die bestellte Ware beim Versand beschädigt oder geht diese verloren, haftet der Händler. Erfahren Sie mehr über Ihre Rechte in unserem FAQ-Bereich.

Häufig gestellte Fragen zum Thema Lieferungsverzug, Haftung & Co.

Der Händler trägt das Versandrisiko und muss somit für mögliche Schäden aufkommen, falls die bestellte Ware beschädigt oder verloren geht.

Ausnahme: Sie haben auf eigenen Wunsch einen anderen Zustelldienst beauftragt. Dann ist dieser Ihr Ansprechpartner.

Wenn Sie das Paket bereits an der Haustür kontrollieren und Schäden feststellen, können Sie die Annahme verweigern. Vermerken Sie Defekte auf dem Paket und informieren Sie umgehend den Händler, damit dieser erneut liefern kann.

Leider kommt es in der Praxis immer wieder vor, dass die Paketlieferung vor der Haustür abgelegt wird. Dies ist eigentlich nicht erlaubt. Tut der Zusteller es trotzdem und das Paket kommt abhanden, haftet der Händler.

Ausnahme: Sie haben mit dem Zustelldienst vereinbart, dass das Paket vor der Haustür oder auf der Terrasse abgestellt werden darf.

Besonders wichtige Pakete sollten Sie sich in die nächste Postfiliale liefern lassen. Das hat zum Vorteil, dass Sie das Paket in Ruhe auf Schäden überprüfen können.

Wichtig: Haben Sie sich die Ware an eine Packstation liefern lassen, gilt das Paket mit Öffnung der Klappe als zugestellt.

Der Händler muss den Liefertermin nennen, bis zu dem die Ware geliefert wird. Sollte der Händler diesen Termin nicht einhalten und Ihnen entsteht dadurch ein Schaden, können Sie Schadensersatz geltend machen.

Da Sie die Ware beim Kauf nicht ausprobieren können, haben Sie ein 14-tägiges Widerrufsrecht. Ausgenommen sind unter anderem verderbliche Produkte, Sonderanfertigungen, zum Beispiel Fußballtrikot mit Beflockung, oder Reiseleistungen.

Die gesetzlichen Gewährleistungsrechte gelten EU-weit zwei Jahre. In vielen EU-Staaten sind Verbraucher aber wesentlich besser geschützt. Informationen zu allen EU-Ländern finden Sie in unserer App „Mit Erfolg reklamieren“.

Paketzusteller geben in ihren Geschäftsbedingungen meist an, dass Pakete auch an Hausnachbarn übergeben werden dürfen. Diese Klauseln sind gemäß der Rechtsprechung zum größten Teil unwirksam.

Wenn Sie eine Zustellung an den Nachbarn nicht möchten, sollten Sie den Zusteller oder am besten schon den Händler darüber in Kenntnis setzen.

Grundsätzlich müssen Sie keine Pakete für Ihre Nachbarn annehmen. Falls Sie es dennoch tun, müssen Sie diese sorgfältig aufbewahren. Sie dürfen die Pakete weder öffnen, den Inhalt verwenden oder dem Nachbarn einfach vor die Tür stellen.

Für die Rücksendekosten muss der Kunde aufkommen, sofern der Händler ihn korrekt darüber informiert hat. Am besten Sie werfen einen Blick in die Widerrufsbelehrung. Oftmals übernimmt der Online-Händler aber diese Kosten. Lassen Sie sich in diesem Fall ein Retourenlabel zukommen.

Der Händler trägt das Transportrisiko.

Ausnahme: Sie haben einen anderen Transportdienst, als den vom Verkäufer vorgeschlagenen gewählt. Zudem müssen Sie nachweisen können, dass Sie die Ware zurückgeschickt haben. Berwahren Sie daher den Einlieferungsbeleg des Zustelldienstes gut auf. So kann die Sendung zurückverfolgt werden.

Es kommt häufig vor, dass Verbraucher Ware erhalten, die sie überhaupt nicht bestellt haben. In solch einem Fall müssen Sie die Ware weder bezahlen noch aufbewahren.

Dies gilt auch dann, wenn Sie ein bestimmtes Produkt bestellt haben, aber stattdessen einen anderen Artikel erhalten.

Lange Zeit wurden Verbraucher mittels Ländersperren (Geoblocking) daran gehindert in Online-Shops außerhalb Deutschlands einzukaufen. Seit Dezember 2018 ist dank der Geoblocking-Verordnung weitgehend Schluss damit. Liefert ein Händler seine Ware nur innerhalb einer bestimmten Region oder innerhalb bestimmter Staaten, muss dieser den Kunden vor der Bestellung darauf hinweisen und das Diskriminierungsverbot beachten.