Datenschutz beim Handy

Was können Sie tun, um die Daten auf Ihrem Handy zu schützen? Unsere Tipps für einen sicheren Umgang, Verkauf oder Verlust.

Stand der Informationen : Mai 2018

Da sich auf Smartphones immer mehr sensible Daten befinden und das Handy auch als Bezahlmöglichkeit genutzt werden kann, ist es immer ratsam, schon beim Kauf des Mobiltelefons die Voreinstellungen (W-LAN, GPS, Bluetooth etc.) zu überprüfen, um ungewollte Preisgaben vermeiden zu können. Lassen Sie sich beim Kauf des Mobiltelefons hierzu beraten.

Möchten Sie Ihr gebrauchtes Mobiltelefon verkaufen? Dann sorgen Sie dafür, dass keine Datenspuren verbleiben; hierzu sollte der Datenspeicher überschrieben und formatiert werden. Lassen Sie sich hierbei von Fachleuten helfen.

Verwenden Sie einen Sperr-Bildschirm und sichern Sie Ihr Mobiltelefon mit einem Passwort oder ähnlichem. So ist es (zum Beispiel, wenn Sie das Mobiltelefon zur Reparatur geben) vor Unbefugten zumindest provisorisch geschützt.

Mit dem Einschalten Ihres Mobiltelefons ist die „Jagd“ auf Ihre Daten eröffnet: Smartphones sind technisch so gestaltet, dass Kundendaten theoretisch unbegrenzt von Dritten gesammelt werden können. Wenn Sie Funktionen wie W-LAN und Bluetooth nicht benötigen, deaktivieren Sie diese Optionen. Seien Sie bei der Nutzung öffentlicher Hotspots besonders vorsichtig und geben Sie, wenn Sie öffentliche Hotspots nutzen, keine sensiblen Daten preis.

Verwenden Sie Apps zurückhaltend und nur solche aus vertrauenswürdigen Quellen. Überprüfen Sie, welche genauen Zugriffsrechte eine App vorsieht. Denn: Muss eine Spiele-App Ihren Standort wissen?

In diesem Zusammenhang interessant: Was wissen Online-Dienste eigentlich über mich, sobald ich mein Handy einschalte? Auf dem Mobiltelefon und bei den Online-Diensten wird gespeichert, wen Sie wann anrufen und wo Sie sich wie lange aufhalten. Damit kann ein Bewegungsprofil oder auch ein Verhaltensmuster über Sie erstellt werden – und schon sind Sie „gläsern“!

Teilweise haben die verwendeten Dienste sogar Zugriff auf Ihren privaten Kalender – und manche Handys „hören sogar mit“, was Sie sagen!

Last but not least: Führen Sie auch Sicherheitsupdates für die integrierte Software und das Betriebssystem durch.

Was tun bei einem Verlust?

Bei Verlust des Mobiltelefons sollte man es sofort sperren lassen.

Wichtige Hotline zum Sperren:  116 116

Unter dieser Telefonnummer erreichen Sie die zentrale Anlaufstelle zur Sperrung elektronischer Berechtigungen, die von der Bundesnetzagentur zur Sperrung elektronischer Medien wie Kredit- und EC-Karten, digitaler Signaturen, Krankenversicherungskarten, Mitarbeiter-Ausweisen, Kundenkarten oder sensibler Online-Berechtigungen eingerichtet wurde.

Der Sperr-Notruf ist rund um die Uhr gebührenfrei erreichbar: In Deutschland unter 116 116, aus dem Ausland unter +49 116 116.

Im Ausland fallen allerdings Verbindungsentgelte für ein Gespräch nach Deutschland an.

 

 

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