Hier hilft die Pauschalreiserichtlinie - Fallbeispiele

In welchen konkreten Fällen die Pauschalreiserichtlinie den Verbrauchern hilft, zeigen unserer Beispiele!

Stand der Informationen: Juni 2018

Fall A) Der Veranstalter storniert Ihre Reise oder er ändert eine wesentliche Reiseleistung

Dann können Sie alternativ die Teilnahme an einer zumindest gleichwertigen anderen Reise bzw. die Erbringung einer zumindest gleichwertigen Reiseleistung verlangen, sofern der Reiseveranstalter hierzu in der Lage ist. Ist die Änderung einer wesentlichen Reiseleistung erheblich, können Sie vom Vertrag zurücktreten und haben Anspruch auf schnellstmögliche Erstattung der bereits gezahlten Beträge. Darüber hinaus können Ihnen noch Schadenersatzansprüche wegen Nichterfüllung des Vertrages zustehen.

Fall B) Ihr Hotelzimmer „mit Balkon“ hat dann doch keinen …

Gibt man Ihnen statt des zugesicherten Zimmers mit Balkon und Klimaanlage eines ohne Balkon und / oder ist die Klimaanlage defekt, erweist sich der hoteleigene Strand als „Müllhalde“ oder wird Ihnen als Mietwagen bspw. nicht der zugesicherte Jeep, sondern ein Kleinwagen zur Verfügung gestellt, dann muss der Leistungsträger Abhilfe schaffen. Tut er das nicht oder kann er das nicht, haben Sie Anspruch auf eine Minderung des Preises für die Reise. Nach deutschem Recht können Kunden eine angemessene Entschädigung sogar für „nutzlos aufgewendete Urlaubszeit“ geltend machen.

Fall C) Der Veranstalter hat Sie nicht über Visumspflichten informiert …

Können Sie deswegen die Reise nicht antreten, haftet der Veranstalter für die entgangene Leistung. Die Richtlinie verpflichtet den Pauschalreise-Veranstalter dazu, Sie zu informieren: „über die Pass- und Visumserfordernisse … sowie über gesundheitspolizeiliche Formalitäten, die für die Reise und den Aufenthalt erforderlich sind.“

 

Ihre Rechte und wie Sie diese durchsetzen erklärt unsere Broschüre "Auf Pauschalreise durch Europa".

 

 

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