Auslandsreise-Krankenversicherung

Den Abschluss einer zusätzlichen Auslandsreise-Krankenversicherung sollten Sie zumindest in Erwägung ziehen.

Stand der Informationen: November 2016

Wer eine Kreditkarte hat oder Mitglied in einem Automobilclub ist, sollte einen Blick in die Vertragsbedingungen werfen: Es könnte sein, dass diese Versicherung bereits im Vertrag enthalten ist. Auch einige Fluggesellschaften bieten Versicherungspakete an, die eine medizinische Versorgung im Ausland einschließen.

Gut und günstig

Eine Auslandsreise-Krankenversicherung ist für Urlauber erstaunlich günstig. Bereits ab 8 Euro pro Jahr bieten Krankenkassen für eine Einzelperson einen zusätzlichen Auslandsschutz an. Familien sind ab 14 Euro versichert. Die meisten Jahresversicherungen gelten für rund 42 Tage, die Sie auf beliebig viele Reisen verteilen können. Es werden aber auch Jahresversicherungen angeboten, die einen größeren Zeitraum abdecken. Am besten machen Sie den Vertragsabschluss davon abhängig, wie viele Tage Sie sich im Ausland aufhalten und wie lange sie versichert sein wollen. 

Eine Auslandsreise-Krankenversicherung schützt vor unvorhergesehenen Krankheitskosten. Bedenken Sie: Die deutschen Krankenkassen erstatten höchstens die Kosten, die eine Behandlung in Deutschland gekostet hätte. Die Behandlung in Ihrem Reiseland kann aber teurer sein. Die Auslandsreise-Krankenversicherung übernimmt diese Kosten unter den jeweiligen im Versicherungsvertrag genannten Bedingungen.

Wann ist sie von Vorteil?

Je länger Sie verreisen, umso wichtiger ist eine Auslandsreise-Krankenversicherung. Aber auch für einen kurzen Skiurlaub in Österreich ist sie empfehlenswert. Ein Not-Transport per Hubschrauber ins nächste Krankenhaus und ein eventueller Rücktransport nach Hause können mehrere Tausend Euro kosten. In den meisten Fällen übernehmen Auslandsreise-Krankenversicherungen diese Kosten.

Prüfen Sie genau die Vertragsbedingungen Ihrer Versicherung. Hier kann es kleine, aber sehr weitreichende Unterschiede geben! Beispielsweise erstatten einige Versicherer die Kosten für einen Rücktransport nur, wenn er „medizinisch notwendig“ ist. Zu empfehlen sind eher Versicherungen, bei denen der Rücktransport erfolgt, sobald er medizinisch „sinnvoll und vertretbar“ ist. Bedenken Sie: Medizinische Gutachter der Versicherer prüfen die Erforderlichkeit des Rücktransports. 

Achten Sie vor allem darauf, welche Leistungen die jeweilige Police beinhaltet. Hier gibt es zum Teil beträchtliche Unterschiede. Bei manchen hat der Versicherte einen Eigenanteil pro Versicherungsfall einzukalkulieren. Andere setzen Betrags- oder Leistungshöchstgrenzen für bestimmte Behandlungen fest oder Versicherer verlangen, dass sie selbst von Anfang an die Organisation des Krankenrücktransportes eines Patienten in die Heimat übernehmen.

Wird das nicht befolgt, bleibt der Patient unter Umständen auf den Transportkosten sitzen. Deshalb ist es besonders wichtig, sich bereits bei der Auswahl des Anbieters sich Klarheit über den Leistungsumfang der Versicherung und die einzugehenden Verpflichtungen zu verschaffen. 

Bekanntlich steckt der Teufel im Detail. Hier einige Punkte, die bedeutsam werden könnten:

  • Höchstalter für Versicherungsnehmer
  • Dauer des Versicherungsschutzes
  • Krankentransport im Ausland
  • Rücktransport nach Hause
  • Kostenübernahme für Begleitperson- bzw. Familienangehörige
  • Umfang der Zahnbehandlung
  • Ärztlich verordnete Massagen u.Ä.
  • Tod und Bestattungskosten
  • Besondere Unterstützungsleistungen, z.B. Dolmetscher-Service, außerplanmäßige Heimreise


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