Gut versichert im Ausland

Manche verfügen über eine zusätzliche Auslandsversicherung. Erste Anlaufstelle ist aber stets die gesetzliche Krankenkasse.

Stand der Informationen: Dezember 2013

Die privaten Zusatzversicherungen legen oft in ihren AGB fest, dass sie nur die Behandlungskosten im EU-Ausland erstatten, die nicht von der gesetzlichen Krankenkasse bezahlt werden. Das entspricht meist nur dem möglichen Restbetrag.

Die gesetzliche Krankenkasse prüft die eingereichten Belege und stellt danach einen Leistungsbescheid aus. Dieser informiert darüber, welche Behandlungskosten in welcher Höhe übernommen werden. Bleibt ein Restbetrag, so kann dessen Erstattung bei dem privaten Versicherungsunternehmen beantragt werden. Hierfür müssen sowohl die Originalrechnungen als auch der Leistungsbescheid eingereicht werden, damit die private Versicherung ihren Kostenteil berechnen kann.

Viele gesetzliche Krankenkassen fragen bereits im Kostenerstattungsformular danach, welche Auslandsreisekrankenversicherung abgeschlossen wurde. Zugleich bitten sie um die Einreichung von Zweitkopien der Arztrechnungen. Die gesetzliche Krankenkasse setzt sich dann mit dem privaten Versicherungsunternehmen in Verbindung und regelt die Abrechnung auf direktem Weg.   

Muss die Behandlung hingegen zu Hause fortgesetzt werden, gehen Sie wie gewohnt mit Ihrer Krankenversicherungskarte zum Arzt. 

Übrigens: Damit bei der Behandlung der Ortswechsel reibungslos klappen kann, hat der Patient im EU-Ausland den Anspruch auf eine – möglicherweise kostenpflichtige – Kopie der Patientenakte. Da solche Unterlagen oftmals elektronisch gespeichert werden, sollte eine Online-Übersendung an den behandelnden Arzt im Heimatland nicht kompliziert sein.

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