Überweisung ins Ausland

Dank SEPA sind Überweisungen ins EU-Ausland recht unkompliziert. Sie können diese im Nachhinein aber nicht widerrufen.

Stand der Informationen: Februar 2016

Bei einer SEPA-Überweisung innerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums in Euro benötigen Sie nur die IBAN des Empfängers. Diese besteht aus einem Ländercode (bei Banken in Deutschland DE) und einer zweistelligen Prüfziffer, sowie je nach Land aus bis zu 30 weiteren Zeichen.

Bei Fremdwährungen oder Überweisungen in Drittstaaten benötigen Sie in der Regel noch den BIC (Swift-Code) der Empfängerbank. Er besteht aus 8 oder 11 Zeichen. Achten Sie grundsätzlich darauf, dass Sie sich nicht verschreiben, sonst besteht die Gefahr, dass der Geldbetrag einem anderen Konto gutgeschrieben wird. Die Bank kann das Geld nicht zurückbuchen.

Wenn Sie sich verschrieben haben und es kein Konto mit dieser IBAN gibt, wird die Bank den Geldbetrag auf Ihr eigenes Konto zurückbuchen. Hierfür können Bearbeitungskosten anfallen.

Kosten

Ihre Bank darf Ihnen für eine grenzüberschreitende SEPA-Überweisung keine höhere Kosten berechnen als für eine innerstaatliche Überweisung. Hierfür müssen aber folgende drei Voraussetzungen erfüllt sein:

  • Sie führen die Überweisung in Euro, Schwedischen Kronen oder Rumänischen Lei aus
  • Der Überweisungsbetrag darf 50.000 € nicht übersteigen
  • Sie überweisen den Geldbetrag in einen anderen Staat des Europäischen Wirtschaftsraums (Überweisungen in die Schweiz, Andorra, Monaco und San Marino können teurer sein)

Beachten Sie, dass für Überweisungen mit anderweitigen Währungsumrechnungen Gebühren anfallen könnten.

Wie lange dauert eine grenzüberschreitende Überweisung?

Grenzüberschreitende SEPA-Überweisungen müssen innerhalb eines Bankarbeitstages ausgeführt werden. Dies ist in der Europäischen Zahlungsdienste-Richtlinie festgelegt.

Was passiert bei einer Fehlbuchung?

Lassen Sie sich die Kontodaten des Empfängers am besten schriftlich geben. So schleichen sich weniger Fehler ein. Nach einer Fehlbuchung kann es äußerst kompliziert werden, sein Geld zurückzubekommen.

Solange IBAN und BIC existieren, überprüft die Bank des Empfängers nicht unbedingt, ob der Zahlungsempfänger wirklich der Kontoinhaber ist. Wenn Sie also einen Geldbetrag auf ein falsches Konto überweisen, müssen Sie sich anschließend mit dem tatsächlichen Empfänger auseinandersetzen und Ihn direkt um die Rückzahlung des Geldes bitten.

Das Geld wird nur automatisch zurückgebucht, wenn die Zahlung zum Beispiel wegen einer falschen Ziffer keinem bestehenden Konto zugeordnet werden kann. Auch dies kann aber mit erheblichen Kosten verbunden sein.

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