Sepa-Lastschrift

Als Zahlungsmittel zwar hilfreich, doch es gibt Unternehmen, die bei dieser Methode kein ausländisches Konto akzeptieren.

Stand der Informationen: Januar 2016

Im Alltag kommen Verbraucher um Lastschriftverfahren (Einzugsermächtigungen und Abbuchungsverfahren) kaum herum. Versicherungen, Strom-, Gas-, Telefon- und Internetanbieter akzeptieren nur selten Zahlungen per Überweisung. Wer eine Zeitlang im Ausland lebt, musste dort deshalb oftmals ein Konto eröffnen. Mithilfe des SEPA-Lastschriftverfahrens sollen solche Zahlungen aber auch über das Konto der heimischen Bank möglich sein.

Wie funktioniert das SEPA-Lastschriftverfahren?

Seit Ende 2009 können Sie  Lastschriftverfahren auch grenzüberschreitend durchführen, beispielsweise um Stromrechnungen für ein Ferienhaus in Frankreich zu bezahlen. Hierfür müssen Sie dem Stromanbieter den Zugriff auf Ihr Konto gestatten. Man spricht dabei von der Erteilung einer Einzugsermächtigung bzw. eines SEPA-Mandats.

Welche Arten von SEPA-Lastschriftverfahren gibt es?

Für Gewerbetreibende untereinander gibt es die SEPA-Firmenlastschrift. Als Verbraucher steht Ihnen die SEPA-Basislastschrift zur Verfügung. Im Gegensatz zur SEPA-Firmenlastschrift besteht bei der SEPA-Basislastschrift die Möglichkeit, eine Zahlung rückgängig zu machen. Hier gilt eine Frist von acht Wochen, gerechnet ab der Kontobelastung.

Welche Hindernisse gibt es noch?

Alle deutschen Banken haben inzwischen das SEPA-Lastschriftverfahren eingeführt. Unternehmen im EU-Ausland weigern sich jedoch noch häufig, Geldbeträge von einem deutschen Konto einzuziehen. Sie sollten daher mit dem Unternehmen vorab klären, ob es Zahlungen über Ihr deutsches Konto akzeptiert. Wenn nicht, können Sie sich an das Europäische Verbraucherzentrum Deutschland wenden.  

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