Schecks und Bargeldtransfer

Alternativen zu Überweisungen und Lastschriftverfahren. Doch sind sie auch unkompliziert und weit verbreitet?

Stand der Informationen: Januar 2016

In Deutschland ist es schon seit vielen Jahren nicht mehr üblich, Geldbeträge per Scheck zu bezahlen. In anderen EU-Staaten wie Frankreich, ist der Scheck jedoch ein gängiges Zahlungsmittel, zum Beispiel um Mieten und Gehälter zu bezahlen.

Sollte ich meine deutschen Schecks im EU-Ausland einlösen?

Sie haben Schecks von Ihrer deutschen Bank? Wir empfehlen Ihnen nicht, damit im Ausland zu bezahlen. Grund hierfür sind die hohen Gebühren, die ausländische Banken bei der Einlösung in Rechnung stellen.

Wird es Zukunft keine Schecks mehr geben?

Zur Schaffung des SEPA-Raums schufen die Banken die SEPA-Überweisung, das SEPA-Lastschriftverfahren sowie einheitliche technische Standards für die SEPA-Kartenzahlung. Einen SEPA-Scheck gibt es dagegen nicht. Man geht davon aus, dass der Scheck als papierbasiertes Zahlungsmittel nicht zukunftsfähig ist. Zudem gibt es schwerwiegende technische Probleme bei der Einlösung ausländischer Schecks.

Bargeldtransfer (Western Union & Co.)

Elektronische Transferdienste ermöglichen, Geldbeträge ohne große Verzögerung an eine andere Person im EU-Ausland zu “überweisen”. Der Empfänger benötigt hierfür kein Bankkonto. Dies bietet sich zum Beispiel an, wenn sich Ihr Kind im Ausland befindet und Sie ihm Geld schicken wollen.

Hierfür müssen Sie den Geldbetrag bei einer Western Union oder Money Gram Filiale einzahlen und erhalten dafür eine Referenznummer, die Sie dem Zahlungsempfänger mitteilen. Der Zahlungsempfänger kann dann mit dieser Nummer das Geld in bar bei einer Western Union oder Money Gram Filiale an seinem Aufenthaltsort abholen. Für solche Bargeldtransfers werden in der Regel hohe Gebühren berechnet.

Sie sollten niemals einen Bargeldtransfer an eine Person durchführen, die Sie nicht kennen. Einem Zahlungsempfänger ist es nämlich möglich, seine Identität zu verschleiern. Daher wird das Verfahren oftmals von Betrügern ausgenutzt. 

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