Mit Bargeld reisen

Stand der Informationen : Mai 2018

Von daheim „einfach“ genug Bargeld mit ins Ausland zu nehmen – zumindest auf den ersten Blick erscheint das durchaus reizvoll. Bei Reisen in der Eurozone muss man sich nicht um die Geldbeschaffung kümmern, und zusätzliche Kosten ließen sich von vornherein vermeiden.

Bargeld birgt allerdings auch Risiken: Geht es verloren, kann es kaum zurückerlangt werden. Und auch Reiseversicherungen treten in der Regel für den Verlust nicht ein. Wer erkennbar größere Mengen bei sich hat, setzt sich zudem stärker der Gefahr aus, einer Straftat zum Opfer zu fallen. Aus diesen Gründen sollte vor allem bei längeren Auslandsaufenthalten nicht allein auf Bargeld  als einziges Zahlungsmittel gesetzt werden. Das gilt nicht nur im Euro-Raum.

Andere Währungen

Außerhalb der Eurozone hat Bargeld einen zusätzlichen Nachteil: Es muss vergleichsweise umständlich und in der Regel auch kostspielig in eine andere Landeswährung getauscht werden.

Wenn es darum geht, wie viel Landeswährung Sie am Ende für Ihr Eurobargeld erhalten, sind Banken gegenüber Wechselstuben und Hotels meist die bessere Wahl. Doch bekanntlich bestätigen Ausnahmen die Regel. Deshalb ist es ratsam, nicht sofort bei der ersten Gelegenheit Geld zu wechseln, sondern sich zuerst eine Marktübersicht zu verschaffen und hierbei alle Kostenfaktoren im Auge zu haben.

Der Wechselkurs ist in Banken und Wechselstuben üblicherweise transparenter als im Hotel oder Reisebüro, weil vor allem die Geldinstitute sich am internationalen Geldmarkt orientieren. Das schließt unterschiedliche Kurse selbstverständlich nicht aus.

Als wahre Kostentreiber, auf die selten hingewiesen wird, können sich die zusätzlichen Entgelte erweisen: Abwicklungsentgelt, Wechselgebühr oder „handling fee“ genannt. Hier schlagen Wechselstuben und Hotels häufiger über die Stränge. Erkundigen Sie sich deshalb unbedingt noch vor dem Tausch nach allen Kosten!

Bargeld kommt aus der Mode

Bedenken Sie, dass in einigen Ländern immer seltener mit Bargeld bezahlt wird. So zum Beispiel in Schweden. Hier kann es Ihnen durchaus passieren, dass Sie eine Busfahrkarte nicht in bar bezahlen können oder die Bank die Annahme von Bargeld verweigert.

Auch Kleinmünzen, d.h. Ein- und Zwei-Cent-Münzen, sind mancherorts unerwünscht. In Finnland, Belgien, Irland und die Niederlanden dürfen Sie sich nicht wundern, wenn an der Ladenkasse der Betrag auf fünf Cent auf- oder abgerundet wird.    

Zudem gelten in einigen Ländern Höchstgrenzen beim Bezahlen mit Bargeld.

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