Die Lieferung

Eine häufig gestellte Frage ist, bis wann der Händler die bestellte Ware liefern muss. Oftmals wissen Verbraucher auch nicht, dass der Händler haftet, wenn die Ware während des Versands beschädigt oder verloren geht. 

Stand der Informationen: Oktober 2015

Möchten Sie jemandem ein Geschenk zum Geburtstag machen oder brauchen Sie die bestellte Ware zu einem bestimmten Zeitpunkt?

Dann beachten Sie unbedingt die Lieferfristen, die für die Ware angegeben sind, und bestellen Sie rechtzeitig, insbesondere bei Produkten, die aus dem Ausland geliefert werden: Allein die Auslandsüberweisung (EU-Standardüberweisung und SEPA-Überweisung) kann mehrere Tage dauern, und auch der Postversand aus dem Ausland nimmt oft viel Zeit in Anspruch.

Es ist ein ständiges Ärgernis für Verbraucher, wenn sie nicht wissen, wann die bestellte und bereits bezahlte Ware geliefert wird. Der Händler muss den Liefertermin nennen, bis zu dem die Ware geliefert wird.

Vage Angaben wie „Ware sofort lieferbar“ werden nicht mehr ausreichen. Sollte der Händler diesen Termin nicht einhalten und dadurch dem Verbraucher ein Schaden entstehen, kann dieser Schadensersatz geltend machen.

Wenn ein Händler seine Ware nur innerhalb einer bestimmten Region oder innerhalb bestimmter Staaten liefert, muss er den Verbraucher vor Abgabe der Bestellung darauf hinweisen. Hierbei hat der Händler das in der Dienstleistungsrichtlinie verankerte Diskriminierungsverbot zu beachten (mehr Informationen).

Der Händler trägt das Risiko, wenn die Ware während des Versands zum Verbraucher beschädigt wird oder verloren geht. Ausnahme: Der Käufer hat selbst ein Versandunternehmen beauftragt, das der Händler ihm nicht zuvor benannt hat.

In der Praxis kommt es immer wieder vor, dass Verbraucher Ware erhalten, die sie überhaupt nicht bestellt haben. Oftmals handelt es sich um Bücher oder Münzen, die den betroffenen Verbrauchern zusammen mit einer Rechnung per Post geschickt werden. Die Verbraucher müssen die Ware weder bezahlen noch aufbewahren.

Dies gilt auch für den Fall, dass ein Verbraucher ein bestimmtes Produkt bestellt, aber ein anderes, wenn auch nach Qualität und Preis gleichwertiges Produkt erhalten hat.

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