Tipps

Hier finden Sie z.B. Antworten zu Abrechnungen über's Handy oder zu Zusatzkosten bei speziellen Zahlungsmitteln.

Stand der Informationen: Februar 2016

Vorsicht bei Abrechnungen über das Handy

Wenn Sie Dienstleistungen über Ihr Mobiltelefon nutzen, bezahlen Sie oftmals über Ihre Handyrechnung. Das heißt, Ihr Mobilfunkanbieter bucht die Beträge für den Anbieter der Dienstleistung von Ihrem Konto ab. Einmal abgebucht, haben Sie kaum eine Möglichkeit, Ihr Geld wieder zu bekommen.

Viele unseriöse Anbieter, die den Preis ihrer Dienstleistungen verschleiern, nutzen diese Zahlungsart, um an Ihr Geld zu kommen. Sie können dies vorab unterbinden, wenn Sie über Ihren Mobilfunkanbieter eine Drittanbietersperre einrichten lassen.

Ist ein Händler berechtigt, bestimmte Zahlungsmittel nicht zu akzeptieren?

Bereits vor der Bestellung muss der Händler mitteilen, welche Zahlungsmittel er akzeptiert. Er muss Verbraucher im Voraus informieren, ob zum Beispiel mit einem virtuellen Konto (PayPal, Skrill, etc.) bezahlt werden kann.

Darf ein Händler für bestimmte Zahlungsmittel Zusatzkosten verlangen?

Manche Händler verlangen Zuschläge für bestimmte Zahlungsmittel, zum Beispiel wenn Verbraucher mit Kreditkarte oder PayPal bezahlen wollen. Solche Zusatzkosten sind nur noch dann zulässig, wenn dem Verbraucher alternativ eine weitere, kostenlose und gängige Zahlungsart zur Verfügung gestellt wird (zum Beispiel die Banküberweisung).

Außerdem darf ein Händler nur ihm selbst tatsächlich entstehende Kosten für solche Transaktionen an den Verbraucher weitergeben. Diese Regelung gilt generell für alle Verträge, also auch bei Flug- und Reisebuchungen.

Vermeiden Sie Vorauszahlungen!

Oft kommt es vor, dass ausländische Webseiten Sie dazu auffordern, den Preis des Produktes im Vorhinein zu begleichen. Hier besteht die Gefahr, dass Sie zahlen, aber die Ware nicht erhalten. Wenn Sie per Rechnung bezahlen, sind Sie hingegen auf der sicheren Seite. Sie zahlen in diesem Fall, nachdem Sie die Ware erhalten haben. Wenn das nicht möglich ist, sollten Sie eine Zahlungsart wählen, bei der Sie Ihr Geld zurückbuchen können, zum Beispiel mittels Lastschrift oder bei Zahlungsarten mit integriertem Käuferschutz.

Weitere Tipps

  • Überprüfen Sie, ob für einzelne Zahlungsarten zusätzliche Kosten entstehen. Sie können sicherstellen, dass Sie für die Überweisung innerhalb des Europäischen Wirtschftsraumes in Euro nicht mehr Gebühren zahlen als bei einer inländischen Überweisung, indem Sie sich vom Händler dessen IBAN geben lassen.
  • Zahlen Sie nur dann per Kreditkarte, wenn Sie sich auf einer sicheren Webseite befinden (erkennbar an einem Vorhängeschloss-Symbol im Rahmen des Browserfensters und an dem „s“ hinter „http“ bei https:// www...). Außerdem sollten Sie Ihre Kartenprüfnummer (dreistellige Ziffer im Unterschriftsfeld auf der Rückseite Ihrer Kreditkarte) niemals dem Händler persönlich schicken, sondern nur in die dafür vorgesehenen Felder eintragen.
  • Legen Sie sich für Internetgeschäfte eine zusätzliche Kreditkarte zu, die nur einen geringen Verfügungsrahmen hat. Das Risiko minimiert sich somit auf eine bestimmte Summe!
  • Sollten Sie feststellen, dass Sie betrogen worden sind, kontaktieren Sie unmittelbar Ihre Bank. Sollten Sie per Kreditkarte gezahlt haben, können Sie sich auf diesem Weg innerhalb bestimmter Fristen oftmals Ihr Geld zurückholen. Erkundigen Sie sich am besten schon einmal vorsorglich bei Ihrer Bank nach den näheren Bedingungen.
  • Vertrauen Sie einem Dritten Ihr Geld nur an, wenn Sie sich über ihn erkundigt haben. Das gilt insbesondere für einige Treuhanddienste.
  • Vorsicht auch vor Überweisungen via Geldtransferdienst bei unbekanntem Empfänger!
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