Wohnung

Ein gesetzliches Kündigungsrecht bei Umzügen ins Ausland gibt es auch dann nicht, wenn Sie einen Arbeitsplatz im Ausland antreten.

Stand der Informationen: Dezember 2014

Wenn Sie ins Ausland ziehen und Ihren Wohnsitz in Deutschland aufgeben, müssen Sie sich bei Ihrer Meldebehörde abmelden. Viele Meldeämter stellen hierfür Onlineformulare bereit.

Wenn Sie einen befristeten Mietvertrag haben, können Sie das Mietverhältnis grundsätzlich nicht kündigen. Es endet automatisch mit Ablauf der vereinbarten Mietzeit. Falls im Mietvertrag nichts anderes vereinbart wurde, gilt grundsätzlich die Kündigungsfrist von drei Monaten.

Ein Musterschreiben für Ihre Wohnungskündigung finden Sie weiter unten.

Neben der Wohnung gibt es natürlich auch andere Mietobjekte wie Garagen oder Stellplätze. Hier kommt es darauf an, ob diese zusammen mit der Wohnung oder separat gemietet wurden. Im ersten Fall gelten die Regelungen für die Wohnraummiete.

Haben Sie Ihre Garage separat und unbefristet gemietet, können Sie grundsätzlich kündigen. Da kommt es darauf an, wie die Miete bemessen wird. Wenn die Miete z.B. nach Monaten bemessen wird, ist eine Kündigung spätestens am dritten Werktag eines Kalendermonats zum Ende des übernächsten Monats möglich.

Je nach Länge des Auslandsaufenthaltes kann es sinnvoll sein, seine Wohnung nicht zu kündigen. Denn Umzug oder Lagerung der Möbel sowie die erneute Wohnungssuche nach der Rückkehr verursachen Kosten. Eine Möglichkeit wäre also, die Wohnung zur Untermiete anzubieten. Hierfür benötigen Sie aber das Einverständnis Ihres Vermieters.

Die Frist, innerhalb derer die Abmeldung zu erfolgen hat, ist von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich (ein bis zwei Wochen). Wenn Sie es versäumen sich rechtzeitig abzumelden, kann ein Bußgeld verhängt werden.

Sie erhalten von der Meldebehörde eine Abmeldebestätigung. Heben Sie diese gut auf. Eine Abmeldebestätigung benötigen Sie unter Umständen, um Verträge vorzeitig kündigen zu können. Viele Unternehmen akzeptieren eine außerordentliche Kündigung, wenn Sie ins Ausland umziehen. Als Nachweis für den Umzug dient die Abmeldebestätigung.

Nicht alle Länder kennen ein Meldewesen wie in Deutschland. Da Banken, Telefonanbieter und Versicherungen in der Regel einen Nachweis des Wohnsitzes verlangen, müssen hier andere Dokumente wie etwa der Mietvertrag oder der Steuerbescheid herhalten. Andererseits verlangen viele Vermieter den Nachweis eines inländischen Bankkontos. Informieren Sie sich daher vorab, wie diese Dinge in Ihrer neuen Heimat gehandhabt werden. Möglicherweise kann Ihnen Ihr Arbeitgeber oder Ihre Ausbildungsstätte hierbei Hilfestellung geben.

Bei befristeten Auslandsaufenthalten, beispielsweise zum Studium, müssen Sie sich nicht abmelden, wenn Sie die bisherige Wohnung beibehalten.

  • Artikel schließen