Auto

Um beim Umzug ins EU-Ausland das Auto mitzunehmen, müssen Sie dieses ummelden. Probleme kann es bei Leasingfahrzeugen geben, da Sie nicht der Eigentümer sind. 

Stand der Informationen : Mai 2018

Fahrzeug abmelden oder anmelden

Eine Ab- bzw. Ummeldung ist nicht notwendig, wenn Sie Ihren Wohnsitz in Deutschland behalten und Ihr Aufenthalt im EU-Ausland weniger als sechs Monate andauert. In diesem Fall brauchen Sie Ihr Auto nicht umzumelden und im EU-Ausland auch keine Kraftfahrzeugsteuern zu bezahlen. Weitere Informationen finden Sie hier.

Ihr Fahrzeug können Sie in Deutschland bei jeder Kfz-Zulassungsstelle abmelden. Es ist geplant, dass die Abmeldung eines Fahrzeuges künftig auch online möglich sein soll. Eine Abmeldung im Ausland, etwa bei den Auslandsvertretungen der BRD, ist in der Regel nicht möglich.

Auto im EU-Ausland anmelden

Die Frist für die Ummeldung beträgt in der Regel sechs Monate nach dem Umzug. Im einigen Ländern existieren jedoch kürzere Anmeldungsfristen. Sie sollten sich daher bereits vor dem Umzug bei den zuständigen Behörden Ihrer neuen Wahlheimat entsprechend informieren.

Mit den deutschen Fahrzeugpapieren und der EG-Übereinstimmungsbescheinigung (sogenanntes COC-Papier) ist eine Anmeldung im Ausland in der Regel problemlos möglich. Verfügen Sie über kein COC-Papier, können Sie dieses bei der deutschen Niederlassung des Fahrzeugherstellers anfordern.

Beachten Sie, dass es Probleme bei der Zulassung geben kann, wenn Ihr Fahrzeug baulich verändert wurde bzw. aus einem Nicht-EU-Land importiert wurde. In diesem Fall existiert meist kein COC-Papier.

Kündigung eines Leasing-Vertrages

Bei einem Leasingvertrag handelt es sich um einen Nutzungsüberlassungsvertrag, der einem Mietvertrag ähnlich ist. Mit anderen Worten: Sie können nicht frei darüber verfügen. So untersagen viele Leasingverträge dem Leasingnehmer, das Fahrzeug dauerhaft ins Ausland zu bringen. Selbst wenn dies vertraglich nicht ausgeschlossen ist, ist eine Ummeldung am neuen Wohnsitz praktisch unmöglich, da der Fahrzeugbrief, der für die Ummeldung benötigt wird, normalerweise beim Leasingunternehmen verbleibt.

Daher wird Ihnen meist nichts anderes übrig bleiben, als den Leasingvertrag zu beenden. Dies ist ohne die Zustimmung des Leasinggebers allerdings nicht ohne weiteres möglich.

Eine ordentliche Kündigung ist bei den meisten Leasingverträgen nicht vorgesehen. Die Leasingverträge enden automatisch nach der vereinbarten Grundmietzeit. Nur wenn keine Vertragsdauer festgelegt ist, kann ordentlich unter Einhaltung der vertraglichen oder gesetzlichen Kündigungsfristen gekündigt werden. Eine außerordentliche Kündigung ist nur aus wichtigem Grund zulässig. Ein solcher liegt nach dem Gesetz vor, wenn dem Leasingnehmer die Fortsetzung des Leasingvertrags bis zum Ablauf der Kündigungsfrist nicht zugemutet werden kann. Dies ist bei einem geplanten Umzug ins Ausland aber in der Regel nicht der Fall.

Sollte es schlimmstenfalls dazu kommen, dass Sie die Leasingraten bis zum Ende der Vertragslaufzeit zahlen müssen, besteht die Möglichkeit, mit dem Leasingnehmer erneut über den Vertrag zu verhandeln. Denkbar wäre der Eintritt eines anderen Leasingnehmers in den bestehenden Vertrag, der Ihre Zahlungsverpflichtungen übernimmt. Alternativ könnte sich auch eine Bank in Ihrer neuen Heimat bereit erklären, den Leasingvertrag abzulösen.

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