Überführung und Zulassung in Deutschland

Wenn Sie das Fahrzeug selbst nach Deutschland überführen, benötigen Sie Exportkennzeichen des Herkunftslandes.

Stand der Informationen: Dezember 2017

Damit es bei der Zulassung in Deutschland zu keinen Problemen kommt, sollten Sie zudem darauf achten, dass Sie vom Verkäufer alle notwendigen Dokumente erhalten.

Im Einzelfall kann es für Ausländer schwierig sein, Exportkennzeichen in einem anderen EU-Land zu erwerben. Informieren Sie sich schon vorab über die jeweiligen Modalitäten. Hilfreich sind unsere Merkblätter.

Bedenken Sie: Deutsche Exportkennzeichen werden nur für Fahrzeuge vergeben, die Deutschland verlassen.

Zulassung in Deutschland

Folgende Papiere sind bei der Kfz-Zulassungsbehörde immer vorzulegen:

  • ausgefüllter Zulassungsantrag,
  • SEPA-Lastschriftmandat für Kfz-Steuer,
  • elektronische Versicherungsbestätigung (eVB),
  • Personalausweis oder Reisepass mit Meldebescheinigung,
  • Nachweis der Verfügungsberechtigung (z. B. Kaufvertrag).

Für ein EU-Importfahrzeug benötigen Sie zusätzlich:

  • Ausländische/n Fahrzeugpapiere
  • EWG-Übereinstimmungsbescheinigung (COC-Papier). Wenn nicht bereits vorhanden, kann ein COC-Papier beim Hersteller des Fahrzeugs angefordert werden. Existiert für das Fahrzeug kein COC-Papier (z. B. bei Reimport aus dem EU-Ausland oder bei nachgerüsteten Fahrzeugen der Fall) ist ein Vollgutachten einer technischen Prüfstelle mit technischem Datenblatt gem. § 21 StVZO vorzulegen. (Hierfür können Sie sich zum Beispiel an den TÜV wenden).
  • Nachweis einer gültigen Hauptuntersuchung, wenn das Fahrzeug älter als drei Jahre ist. Eventuell akzeptiert die deutsche Zulassungsstelle eine im Herkunftsland durchgeführte Hauptuntersuchung. Erkundigen Sie sich vorab bei Ihrer  Zulassungsstelle (§ 7 I FZV). So können Sie sich vielleicht die Kosten für eine weitere Hauptuntersuchung sparen.
  • Mitteilung über innergemeinschaftlichen Erwerb (für Neufahrzeuge). Das Formular ist bei der Zulassungsstelle erhältlich. Mit diesem können die Behörden feststellen, ob die Mehrwertsteuer in Deutschland abzuführen ist.

Mehrwertsteuer (nur für Neuwagen)  

Beim Kauf eines Neufahrzeugs im EU-Ausland müssen Sie die Mehrwertsteuer in Deutschland bezahlen. Im Herkunftsland fällt hingegen keine Mehrwertsteuer an.

Innerhalb von zehn Tagen nach dem Kauf müssen Sie eine Umsatzsteuererklärung für die Fahrzeugeinzelbesteuerung (Anlage UST 1 B) bei dem für Sie zuständigen Finanzamt einreichen. Im gleichen Zeitraum muss auch die fällige Steuer bezahlt werden. Näheres können Sie hier nachlesen.

Wer im EU-Ausland einen Gebrauchwagen kauft, muss keine Mehrwertsteuer entrichten. 

Wann wird ein Fahrzeug als neu eingestuft?

  • Wenn es zum Zeitpunkt des Erwerbs nicht mehr als 6.000 Kilometer zurückgelegt hat.
  • Wenn die Erstzulassung beim Erwerb noch keine sechs Monate zurückliegt.


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