Mit der Umsetzung der EU-Gesetzgebung zum innergemeinschaftlichen Geldtransfer gelten die zwölf Euroländer unter den meisten banktechnischen Gesichtspunkten als Inland. An der Europäischen Währungsunion nehmen derzeit die Staaten Belgien, Deutschland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, Luxemburg, Niederlande, Österreich, Portugal und Spanien teil.
Welche Währung in welchem Land? Tabellen übersicht zu den europäischen Währungen.
Die einheitliche Währung erspart lästige Umtauschaktionen und -gebühren bei Besuchen in so manchem fremden Land. Damit die Europäische Währungsunion zu einem einheitlichen Zahlungsverkehrsraum verschmelzen kann, hat die Europäische Union mit der "Verordnung über grenzüberschreitende Zahlungen in Euro vom 19. Dezember 2001" eine Anpassung vieler Gebühren an das Inlandsniveau vorgeschrieben.
Misstrauen gegenüber dem Plastikgeld, Verärgerung über Geldinstitute oder zu hohe Bankgebühren: Solche und andere Beweggründe sind für manchen ausschlaggebend, beim Geldtransfer im In- und Ausland nach dem Motto "Nur Bares ist Wahres" zu verfahren. Der Risikofaktor sollte jedoch nicht unterschätzt werden.
Bei einem Karteneinsatz "im Ausland" stellt sich häufig die Frage, ob die Kreditkarte oder die Bankkundenkarte günstiger ist. Da die Gebührensätze bei Banken und Sparkassen einerseits, bei Kreditkartenanbietern andererseits ganz unterschiedlich ausfallen, soll ein Rechenbeispiel helfen: Es zeigt Ihnen, welche Karte zu Ihren Konditionen vorteilhafter einzusetzen ist.
Geschäfte des täglichen Bedarfs können Sie mit einer Bankkundenkarten im In- und Ausland überall dort bezahlen, wo Ihre Karte als Zahlungsmittel akzeptiert wird. Das ist an den Symbolen erkennbar, die sich im Ladenlokal (meist an der Tür und/oder an der Kasse) und gleichzeitig auch auf Ihrer Karte befinden. Da die Akzeptanz dieses Zahlungsmittels sehr unterschiedlich ist, sollten Sie sich vor einer Auslandsreise bei Ihrer Hausbank erkundigen, ob die Karte vor Ort auch einsetzbar ist.
"Wie ist es heut' doch so bequem,
bezahlen wird so angenehm,
was, wann und wo mensch auch bestellt,
mit Plastikkarte hat er Geld."
Die ec-Karte hat nahezu ausgedient und wird nach und nach durch die maestro-Karte ersetzt. Egal, ob Bank- oder schlichte Kundenkarte, für die Bargeldbeschaffung in ganz Europa sind sie eine lukrative Alternative.
In der Regel ist der Verfügungsrahmen einer Kreditkarte höher als der der Bankkundenkarte. Auch die Akzeptanz der gängigen Kreditkarten ist in den Industriestaaten weltweit gegeben.
Wo eine Karte im In- und Ausland eingesetzt werden kann, ist an den Zeichen zu erkennen, die sich an den Geldautomaten befinden oder in Geschäften an Türen oder Kassen zu sehen sind. Die entsprechenden Symbole einer Bankkunden- oder Kreditkarte sind auf der Vorder- oder Rückseite angegeben.
"Und wie zahle ich dann am besten?" ... So lautet am Ende die Frage, wenn Verbraucher und Verbraucherinnen sich über Produkte, Handwerker, das Angebot von Dienstleistungen oder aber auch über das Mietrecht in einem anderen EU-Land informiert haben. Mit zunehmender Nutzung des innergemeinschaftlichen Marktes sehen sich viele Menschen inzwischen mit diesem Problem konfrontiert.
Die sicherste und bequemste Methode, von zu Hause aus eine Rechnung im Ausland zu begleichen, ist die Überweisung. Ein Gang zur Bank genügt und das Geld ist auf einen sicheren Weg gebracht. Eine Euro-Überweisung innerhalb der EU kostet bis zu einem Betrag von 12.500 Euro nicht mehr als eine Inlandsüberweisung. Ab Januar 2006 erhöht sich der Grenzwert auf 50.000 Euro.
Banken und Sparkassen sind nicht mehr verpflichtet, jeden eingereichten Eurocheque einzulösen. Die meisten Händler und Dienstleister akzeptieren seitdem keine Schecks mehr, weil sie nicht das Risiko eingehen wollen, auf der Rechnung sitzen zu bleiben.
Für den kleinen und großen Einkauf in ganz Europa können Reiseschecks eine sinnvolle Alternative sein. Auch als Travellerscheck bekannt, verfügt dieses alt bekannte Zahlungsmittel über eine weltweit hohe Akzeptanz. Nicht nur die Bargeldbeschaffung vor Ort ist durch Scheckeinlösung möglich.
Die Deutsche Post bietet die Zusatzleistung "Wert International" an, mit der Sie unter anderem auch Bargeld per Wertbrief in viele Länder der Welt verschicken können. Je nachdem, wie hoch der von Ihnen zu zahlende Rechnungsbetrag und die Gebühr Ihrer Hausbank für eine Auslandsüberweisung ist, kann der Wertbrief die preiswertere Alternative sein.
Behandeln Sie Ihr Plastikgeld wie Bargeld und wahren Sie die Karte sicher auf. Geben Sie die Karte möglichst nicht aus der Hand, bzw. behalten Sie sie beim Bezahlvorgang im Geschäft oder im Restaurant im Auge. Betrüger fälschen Karten, indem sie die Daten vom Magnetstreifen kopieren.
Vieles ist denkbar: möglicherweise kommt Ihnen im Ausland Ihre Tasche abhanden oder Sie benötigen aus irgendeinem anderen Grund dringend Bargeld. Für diesen "Fall der Fälle" bieten zwei Finanzdienstleister Hilfe in der Not an, was allerdings nicht ganz preiswert ist. Je nachdem, wieviel Geld Sie benötigen, kommt es zu einer prozentualen oder gestaffelten Abrechnung, wobei hier Mindestgebühren angesetzt werden.
Das Europäisches Verbraucherzentrum Düsseldorf hilft Ihnen gerne weiter!

