Die positive Wirkung der Sonne ist spürbar: Licht und Wärme tun Körper und Seele gleichermaßen gut. Aber wie so oft im Leben macht auch bei der Sonne die Dosis das Gift: in Maßen genossen eine Wohltat schadet ein Übermaß der Gesundheit. Sonnenbrand, vorzeitige Haut-Alterung, Haut-Krebs und eine Schädigung des Immunsystems sind mögliche Folgen exzessiver Sonnenbäder.
Verantwortlich dafür sind die beiden Strahlungsarten UVA und UVB. Der bekannte Lichtschutzfaktor gibt lediglich die Schutzwirkung vor den Sonnenbrand verursachenden UVB-Strahlen an und ist seit langem europaweit einheitlich geregelt. Rechtzeitig zum Sommer setzen viele Hersteller von Sonnenschutzmitteln nun die Empfehlungen der Europäischen Kommission vom September 2006 zum UVA-Schutz und zur verbesserten Kennzeichnung von Sonnenschutzmitteln um. Ein hoher LSF schützt danach vor beiden Strahlungarten. Ob ein Produkt entsprechenden Schutz bietet, sollen die Verbraucher künftig an einem kreisrunden Logo mit den drei Buchstaben UVA erkennen können.
Damit Sie keinen Schaden nehmen, hat das Europäische Verbraucherzentrum einige Tipps zum richtigen Umgang mit der Sonne zusammengestellt:
- Der einfachste Sonnenschutz ist der Schatten. Aber auch hier ist Vorsicht geboten, denn die UV-Strahlung ist zwar schwächer, aber doch vorhanden.
- Meiden Sie die Mittagssonne. Zwischen 11 und 15 Uhr ist die Strahlung am intensivsten.
- Schützen Sie Ihre Haut bei jedem Aufenthalt in der Sonne mit einem für Ihren Hauttyp passenden Sonnenschutzmittel. Achten Sie nicht nur auf den bekannten Lichtschutzfaktor, sondern vergewissern Sie sich, dass das Mittel auch vor UVA-Strahlung schützt.
- Bei Sonnencremes gilt die Regel "Viel hilft viel". Verteilen Sie das Mittel daher mehr als großzügig und cremen Sie öfter nach. Mit der Zeit verliert die Creme ihre Wirkung. Aber Achtung: Nachcremen verlängert die Schutzdauer nicht!
- Auch bei sogenannten "wasserfesten" Produkten, heißt es regelmäßig nach cremen, denn durch das Baden und Abtrocknen bleibt oft gerade einmal die Hälfte der Creme auf der Haut.
- Auch Kleidung spielt beim Schutz vor allzu viel Sonne eine Rolle: je dichter das Gewebe, desto weniger durchlässig ist es für UV-Strahlen. Bei nassen Textilien geht die Filterwirkung allerdings fast vollständig verloren.
- Säuglinge und Kleinkinder sind besonders gefährdet: sie haben praktisch keinen Eigenschutz und sollen sich daher, wenn überhaupt, nur bekleidet (Sonnenhut nicht vergessen!) in der Sonne aufhalten. Zusätzlich ist eine Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor anzuwenden.
- Bestimmte Medikamente können die Lichtempfindlichkeit der Haut erhöhen; lesen Sie daher den Beipackzettel und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- Verzichten Sie auf Parfüms und Deos; sie können unter Umständen bleibende Pigmentierungen verursachen.
- Eine Kopfbedeckung und eine gut sitzende Sonnenbrille machen den Sonnenschutz komplett. Besonders am Meer und im Gebirge ist wegen der intensiveren Strahlung eine Sonnenbrille unerlässlich.
- Einen vollständigen Sonnenschutz gibt es nicht. Selbst bei sehr hohem Lichtschutzfaktor gelangt ein Teil der Strahlen an die Haut. Begrenzen Sie daher die Zeit und die Anzahl der Sonnenbäder.


