Vermeintliche Erbschaft

Betrugsmasche: Statt ein unverhofftes Millionenerbe zu erhalten, erleiden Verbraucher einen Schaden, der bis zum finanziellen Ruin führen kann.

Stand der Informationen : Oktober 2016

Wer hat nicht schon einmal davon geträumt. Einen steinreichen Erbonkel aus Amerika zu haben oder von einem Unbekannten zum Alleinerben seines Millionenvermögens eingesetzt zu werden? Diese heimliche Sehnsucht machen sich auch Betrüger zu Nutze. Immer wieder erhalten Verbraucher von vermeintlich seriösen Firmen die frohe Nachricht, Millionen geerbt zu haben (Beispielschreiben). Manchmal geben sich diese Personen als Anwalt des Verstorbenen aus, manchmal auch als privater Erbensuchdienst, der gegen eine Gewinnbeteiligung einen neuen Besitzer für ein herrenloses Vermögen sucht.

Das Lockmittel ist eine vermeintliche Millionenerbschaft, die so bald wie möglich angetreten werden müsse, da sonst das Geld an den Staat fallen würde. Sobald der vermeintliche Erbe sich darauf eingelassen hat, werden von ihm unter den verschiedensten Vorwänden immer neue Geldbeträge gefordert. Angefangen mit Verwaltungsgebühren von wenigen hundert Euro, gefolgt von noch zu entrichtenden Steuern von mehreren tausend Euro bis hin zu Gutachterkosten für völlig Abwegiges wie ein vorgeschriebenes Antiterrorgutachten.

Solange der Verbraucher zahlt, finden die Betrüger immer neue Gründe, warum das Erbe noch nicht ausgezahlt werden kann. Die nicht enden wollenden Forderungen werden dabei häufig durch offiziell aussehende Dokumente belegt. Die Millionenerbschaft vor Augen zahlen viele Opfer immer weiter, teilweise solange, bis es ihnen finanziell nicht mehr möglich ist. Statt Millionär zu werden haben sie sich ruiniert. 

Das EVZ rät daher bei solchen Glücksbotschaften zu äußerster Vorsicht. Wenn etwas zu gut scheint, um wahr zu sein, ist es dies in der Regel auch. In jedem Fall sollte man spätestens dann, wenn der vermeintliche Geldsegen nur durch zusätzliche Zahlungen zu erhalten ist, die Finger von der Sache lassen und eventuell Staatsanwaltschaft und Polizei kontaktieren.

 

 

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