Seit Januar 2004 ist der Versandhandel mit Arzneimitteln in Deutschland erlaubt. Medikamente lassen sich so per Mausklick ganz einfach ins Haus bestellen.
Doch Vorsicht: Das Internet ist auch in diesem Markt ein Tummelplatz für unseriöse Anbieter ...

Auf dem deutschen Markt zugelassene rezeptfreie Arzneimittel dürfen über das Internet auch aus dem Ausland bezogen und beworben werden. Dies entschied der Europäische Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg am 11.12.2003.

Die Mehrwertsteuersätze in den einzelnen Ländern Europas unterscheiden sich gerade bei der Besteuerung auf Arzneimittel sehr stark. Während die meisten Länder einen verminderten Satz anwenden, wird in Deutschland der volle Satz von 19 Prozent erhoben.

Nach langen Auseinandersetzungen ist es seit Jahresbeginn nun auch in Deutschland erlaubt: Das Versenden von Medikamenten per Post - und damit das Bestellen von Medikamenten im Internet. Die Anbieter locken mit günstigen Preisen und Rabatten, und über eine Millionen Deutsche sollen diese Möglichkeit bislang bereits genutzt haben. Doch erspart der Mausklick wirklich jeden Gang zur Apotheke um die Ecke?

Fälschungen des Arzneimittels Rimonabant werden nach Angaben der Europäischen Kommission derzeit über Internet-Firmen angeboten und verkauft. Rimonabant ist ein Arzneimittel, das zurzeit noch von der Europäischen Arzneimittelagentur (EMEA) geprüft wird und noch nicht zugelassen ist.