Die EU-Verordnung 861/2007 gibt Verbrauchern die Möglichkeit, bei grenzüberschreitenden Forderungen in Zivil- und Handelssachen bis zu 2000 EUR das sogenannte Europäische Verfahren für geringfügige Forderungen durchzuführen.

Die Trägerorganisation des EVZ Kiel, die Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein e.V., hat im Bundesland Schleswig-Holstein eine repräsentative Umfrage zum Thema Internetverhalten Jugendlicher und Heranwachsender durchgeführt. Dabei wurden 5.564 Schülerinnen und Schüler an 26 Schulen des Bundeslandes befragt. Besorgniserregendes Ergebnis der Studie ist der Anteil der Schülerinnen und Schüler, die bereits Erfahrungen mit sog. Vertragsfallen im Internet gemacht haben. Allein in Schleswig-Holstein wurden Schüler so um 1,2 Millionen Euro erleichtert.

Seit 1. März 2010 müssen europäische Mobilfunknetzbetreiber ihren Kunden aufgrund der EU-Roamingvorschriften die Möglichkeit einer Rechnungsobergrenze anbieten, um sie bei Nutzung des Internets auf Reisen in anderen EU-Ländern über ihre Mobiltelefone und Laptops vor „Horror-Rechnungen“ zu schützen.


Nach wie vor setzen unseriöse Unternehmen das Telefon als Mittel zur Geldbeschaffung ein. Durch Irreführung und Täuschung werden Verbraucher dazu gebracht, völlig überteuerte Rufnummern zu wählen, die – auch offiziell - schönfärberisch „Premium-Dienste“ heißen.

Warnung vor "Loteria Primitiva" aus Spanien. Betrüger verursachen Schäden in Höhe von mehreren tausend Euro durch angebliche Gewinnankündigungen. Strafrechtliche Ermittlungen verlaufen im Sande. Deshalb: Schützen Sie sich selbst!

Das Landgericht Dresden hat in seinem Urteil vom 26. Januar 2009 (AZ 42 HK O 88/08) unlauteren Geschäftsgebaren einen Riegel vorgeschoben, mit denen unter der Marke „Friedrich Müller“ massenhaft Verbraucher geschädigt worden sind.
Derzeit werden gefälschte E-Mails im Namen von PayPal versandt, in denen die Abbuchung eines Geldbetrages angezeigt wird.

Die meisten Privatleute haben nie in ihrem Leben persönlich etwas mit einem Gericht zu tun. Und eher selten kommt es vor, dass sie eine Mahnung erhalten. Deshalb reagieren vor allem diese Personen schockiert und verängstigt auf Mahnschreiben, in denen Inkassounternehmen drastische Zwangsmaßnahmen bis hin zur Lohn- oder Kontopfändung ankündigen.

Auf Druck der Europäischen Kommission müssen stufenweise die Preise für die Nutzung des Handys im EU Ausland jährlich gesenkt werden. Das betrifft Telefonate, SMS und Datenübertragung.Was im Jahr 2007 begann, dürfte im Jahr 2011 zu einer Halbierung der Kosten im Vergleich zu der Zeit vor dem Inkrafttreten der Verordnung Nr.717/2007 geführt haben. Dies gilt allerdings nur für sogenannte Eurotarife.

Nachdem sich das Europäische Verbraucher Zentrum Deutschland-Kiel in einem Fall horrender Kosten für die mobile Nutzung des Internets im EU-Ausland eingeschaltet hatte, lenkte das Telekommunikationsunternehmen nun ein und kürzte die Forderung von 46.182,09 EUR auf 1000,-EUR.

Magister Schollmeier erlässt „unwiderrufliche Verfügung“ im „€ 20.000,00 Eilgewinnermittlungsverfahren“
und die Geschäftsleitung bestätigt die "Zulassung zum € 30.000,00 Eilgewinnerfeststellungsverfahren". Gefordert werden jeweils 50 Euro für einen "Express-Versandauftrag".

Mit automatisierten Anrufen vom Band gaukelt eine männliche Stimme riesige Gewinne vor. Nur wer genau hinhört, kommt sofort dahinter, dass es hier nur darum geht, die Angerufenen in teure Telefonate – pro Minute 2,99 Euro – zu verwickeln.

Noch immer erreichen das EVZ in Kiel Beschwerden älterer Menschen, die durch betrügerische Gewinnbenachrichtigungen per Telefon drangsaliert werden. Ihre Gutgläubigkeit wird auf schändliche Weise missbraucht.

„Geben Sie einem verlässlichen englischen Interpreten bitte diesen Buchstaben.“ So beginnt ein in englischer Sprache abgefasster Brief, den eine vermeintlich spanische Kanzlei namens Johnson&Lawyers seit einiger Zeit versendet.


